1. FC Köln
Gespräche mit „Wunderkind“ – auch Bayern war interessiert
28.06.2026 – 13:52 UhrLesedauer: 3 Min.
Mit Chido Obi könnte ein Sturmtalent von Manchester United zum 1. FC Köln wechseln. Warum der 18-Jährige in England schon als Wunderkind galt.
Der 1. FC Köln will seinen Angriff in diesem Transfersommer unbedingt verstärken. Gesucht wird ein weiterer Mittelstürmer, der Ragnar Ache Konkurrenz machen oder gemeinsam mit ihm auflaufen kann. Das Werben um Fraser Hornby vom SV Darmstadt blieb ohne Erfolg. Auch Mateusz Zukowski vom 1. FC Magdeburg soll eine Option sein, allerdings stufen die Verantwortlichen den Polen offenbar als zu kostspielig ein. Nun richtet sich der Blick auf Manchester Uniteds Top-Talent Chido Obi.
Am Samstag berichtete der britische Transferjournalist Pete O‘Rourke, dass die Geißböcke und die Red Devils über eine Leihe verhandeln. Nach Informationen des „Geissblog“ steht Obi – mit vollem Namen Chidozie Obi-Martin – definitiv auf der Kandidatenliste des FC, wenn auch nicht alleine.
1. FC Köln setzt verstärkt auf den englischen Markt
Doch Fakt ist: Der dänische U21-Nationalspieler würde hervorragend zur geplanten England-Strategie der Kölner passen. Die Verantwortlichen um Sportchef Thomas Kessler möchten den Verein künftig auf dem englischen Markt stärker positionieren. Zum einen soll der FC als Club wahrgenommen werden, der talentierte Spieler hervorbringt. Mit Damion Downs wechselte bereits ein Profi nach Southampton, zudem gilt bekanntlich ein Premier-League-Transfer von Said El Mala als realistisches Szenario.
Zum anderen wollen sich die Kölner als attraktive Adresse für Leihspieler aus England etablieren. Das Beispiel Jahmai Simpson-Pusey, der inzwischen fest von Manchester City verpflichtet wurde, zeigt, dass dieses Modell funktionieren kann.
Mit Obi würde ein Spieler kommen, der trotz seines jungen Alters bereits Bemerkenswertes erlebt hat. Nach seinem Wechsel vom FC Kopenhagen zum FC Arsenal im Sommer 2022 machte der Sohn einer dänischen Mutter und eines nigerianischen Vaters schnell auf sich aufmerksam.
Zehn Treffer gegen Liverpool
Für großes Aufsehen sorgte Obi im November 2023, als er in einem U16-Spiel des FC Arsenal gleich zehn Tore gegen den FC Liverpool erzielte. Die Partie endete mit einem spektakulären 14:3. Kurz darauf durfte das Sturmjuwel erstmals unter Mikel Arteta bei den Profis mittrainieren – noch vor seinem 16. Geburtstag.
In der Saison 2023/24 spielte der Rechtsfuß überwiegend für die U18 der Gunners, obwohl er altersmäßig noch in einer jüngeren Mannschaft hätte auflaufen können. Auch dort setzte er seine beeindruckende Torquote fort und erzielte 32 Treffer in lediglich 18 Einsätzen.
Mit solchen Leistungen machte sich Obi auf der Insel einen Namen, wurde von den Medien als „Wunderkind“ gefeiert. Entsprechend groß war das Interesse von Arteta, den Stürmer langfristig an Arsenal zu binden. Doch es gab zahlreiche weitere Interessenten. Im Jahr 2024 bemühten sich unter anderem auch der FC Bayern München und Borussia Dortmund um eine Verpflichtung.
Wechsel zu Manchester United sorgt für Kritik
Letztlich entschied sich Obi gegen den FC Bayern – und für Manchester United. Ein Wechsel, der für heftige Reaktionen sorgte. Viele Arsenal-Anhänger nahmen dem damals 16-Jährigen den Schritt zum großen Rivalen übel und reagierten mit Anfeindungen.
