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Gericht fällt Urteil zu Schmerzensgeld

wochentlich.deBy wochentlich.de28 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Gericht fällt Urteil zu Schmerzensgeld
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Zwölfjährige aus Freudenberg

Mitschülerinnen töten Luise: Gericht fällt Urteil


Aktualisiert am 28.05.2026 – 13:54 UhrLesedauer: 3 Min.

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Die damals zwölfjährige Luise: Sie wurde mit 74 Messerstichen getötet. (Quelle: gedenkseiten.de)

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Der Fall hatte Fassungslosigkeit in Deutschland ausgelöst: Zwei Mädchen töten eine Mitschülerin auf brutalste Weise. Jetzt ist klar: Sie müssen Schmerzensgeld zahlen.

Im Fall der 2023 mit Dutzenden Messerstichen getöteten zwölfjährigen Luise aus Freudenberg in Nordrhein-Westfalen hat das Landgericht Koblenz im Zivilverfahren ein Urteil gefällt: Der Familie der Getöteten stehen demnach über 140.000 Euro zu, wie das Gericht mitteilte. 125.000 Euro seien Schmerzensgeld. Dazu kämen gut 15.000 Euro für die Beerdigung und 4.400 Euro Anwaltskosten. Die beiden minderjährigen Schülerinnen hatten die Tat zu Beginn des Prozesses gestanden. Strafrechtlich können sie wegen ihres Alters nicht belangt werden. Sie waren zum Zeitpunkt der Tat zwölf und 13 Jahre alt.

Das Gericht begründete seine Entscheidung. „Für diese fassungslose Tat schulden die Beklagten ihrem Opfer sowie auch den Angehörigen ein angemessenes Schmerzensgeld“, hieß es in einer Mitteilung. Für die Höhe von Schmerzensgeld seien neben einer Genugtuungsfunktion „die Intensität und Dauer der erlittenen Schmerzen von besonderer Relevanz“. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Im Laufe des Prozesses ging es vor allem um die Frage, wie lange Luise vor ihrem Tod leiden musste. Konkret hatten die Eltern der Getöteten von den beiden Täterinnen knapp 180.000 Euro gefordert: Schmerzensgeld und den Ersatz der Beerdigungskosten. Außerdem machten die Eltern „Feststellungsansprüche auf Ersatz etwaiger zukünftiger Schäden geltend“, wie eine Gerichtssprecherin t-online am Donnerstag sagte.

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Fall Luise aus Freudenberg: Mädchen tot an Böschung entdeckt

Die Tat hatte im März 2023 über mehrere Wochen zu Berichten geführt und bundesweit Entsetzen ausgelöst. Luise war am 11. März zunächst als vermisst gemeldet worden, Spürhunde und Hubschrauber suchten nach dem Mädchen. Ein Hundeführer fand die Leiche der Zwölfjährigen einen Tag später an einer Böschung, wenige Kilometer von Luises Zuhause in Freudenberg entfernt.

Gedenken an Luise (Archivbild): Die 12-Jährige wurde durch mehr als 70 Messerstiche getötet.Vergrößern des Bildes
Gedenken an Luise (Archivbild): Die 12-Jährige wurde durch mehr als 70 Messerstiche getötet. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Zwei Mitschülerinnen im Alter von damals zwölf und 13 Jahren gerieten schnell ins Visier der Ermittler. Später gestanden sie, Luise getötet zu haben. Chatverläufe konnten belegen, dass die beiden die Tat geplant hatten. Sie töteten Luise laut Ergebnis der Obduktion mit 74 Messerstichen. Luise starb letztlich an Blutverlust und einer Ansammlung von Luft im Brustraum.

Motiv im Fall Luise bleibt unklar

Ursprünglich planten die beiden Mädchen, Luise zu fesseln und zu ersticken, wie der Richter zum Prozessbeginn des Zivilverfahrens sagte. Allerdings habe sich Luise gewehrt, woraufhin die Mädchen zum Messer gegriffen hätten.

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