Auseinandersetzung auf Partyboot

Entscheidung im Verfahren um Ex-FC-Stürmer Tim Lemperle gefallen


01.09.2026 – 09:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Tim Lemperle im Training bei der TSG 1899 Hoffenheim: Im Sommer 2025 wechselte der Stürmer vom 1. FC Köln zu den Kraichgauern.

Tim Lemperle im Training bei der TSG 1899 Hoffenheim: Im Sommer 2025 wechselte der Stürmer vom 1. FC Köln zu den Kraichgauern. (Quelle: IMAGO/DeFodi.de/imago)

Ein tätlicher Angriff auf den Ex-Stürmer des 1. FC Köln hatte bei Fans viel Unmut verursacht. Nun muss Tim Lemperle doch nicht vor Gericht aussagen.

Das Verfahren um einen Angriff auf den Bundesliga-Stürmer Tim Lemperle von der TSG 1899 Hoffenheim ist vorläufig eingestellt worden. Das bestätigte ein Sprecher des Amtsgerichts auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online. Der Angeklagte, der Lemperle im Mai vergangenen Jahres verletzt haben soll, muss nun eine Geldauflage zahlen. Darauf hatten sich Gericht, Staatsanwaltschaft, der Angeklagte und Verteidigung geeinigt.

Ursprünglich hätte der Fall am Freitag (3. September) vor dem Kölner Amtsgericht verhandelt werden sollen. Der Angeklagte hatte zuvor Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt, sodass ein Hauptverhandlungstermin nötig gewesen wäre. Dann hätte möglicherweise auch Lemperle, Ex-Stürmer des 1. FC Köln, im Rahmen des Verfahrens aussagen müssen.

1. FC Köln: Entscheidung im Verfahren um Tim Lemperle gefallen

Der mittlerweile 24 Jahre alte Lemperle hatte sich im vergangenen Mai, eine Woche vor dem entscheidenden Saisonspiel in der 2. Bundesliga um den Aufstieg, auf dem Partyschiff „RheinRoxy“ am Rheinufer aufgehalten. Dabei war es zu einer Auseinandersetzung mit dem Angeklagten gekommen. In der Folge soll er Lemperle mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

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Lemperle erlitt dabei Verletzungen im Gesicht und musste im Anschluss im Krankenhaus behandelt werden. Der 1. FC Köln mit seinem damaligen Trainer Friedhelm Funkel hatte den Vorfall kritisiert, zumal Lemperle alkoholisiert gewesen sein soll. Der Stürmer lief trotz Kritik am letzten Spieltag der Saison gegen den 1. FC Kaiserslautern auf – und schaffte in seinem letzten Spiel für die Kölner den Aufstieg.

Tim Lemperle kurz nach dem Vorfall auf dem Partyboot „RheinRoxy“: In seinem letzten Spiel für den 1. FC Köln musste er mit einer Schutzmaske auflaufen. (Quelle: IMAGO/pepphoto / Horst Mauelshagen/imago)

Lemperle selbst galt in dem Verfahren nicht als Beschuldigter, gegen ihn wurde auch zu keinem Zeitpunkt ermittelt.

Tim Lemperle: Auseinandersetzung auf Partyboot schlägt Wellen

Bereits im Vorfeld der Verhandlung hatte das Gericht verlauten lassen, dass eine Einigung vor einem Hauptverhandlungstermin möglich sei. Dennoch war die Verhandlung zunächst für Anfang September terminiert worden.

Sportlich hatte sich Lemperle in der vergangenen Saison bei der TSG 1899 Hoffenheim gut entwickelt. Der 24-Jährige erzielte acht Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor. Dabei steigerte er seinen Marktwert von fünf auf 17 Millionen Euro und soll auch ein Kandidat für die Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp sein. Bei der Rückkehr zum 1. FC Köln am Samstag stand er allerdings nicht im Kader. Lemperle muss noch eine Rotsperre aus der Vorsaison abszitzen.

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