Der Juwelier Wempe hat am Donnerstag (29. Oktober) seine Schaufenster an der Hohe Straße in Köln mit schweren Platten sichern lassen. Auch andere Geschäfte in der Innenstadt treffen Schutzmaßnahmen. An der Wempe-Filiale montierten Mitarbeiter Platten vor der Fensterfront. Auch die Starbucks-Filiale in der Gürzenichstraße hat ihre Schaufenster mit Brettern gesichert. Starbucks Deutschland bestätigte, dass die Maßnahmen vor möglichem Vandalismus schützen sollen. Der Betrieb soll weiterlaufen, sofern dies sicher möglich ist.

Wempe geht noch einen Schritt weiter: Die Juwelierkette schließt am Samstag ihre Niederlassungen deutschlandweit. Das Unternehmen befürchtet nach eigenen Angaben, dass aggressive Gruppierungen die friedlichen Proteste unterwandern könnten. Die Sicherheit der Beschäftigten habe Vorrang. Auch Douglas reagiert auf die angekündigten Proteste. Die Parfümeriekette schließt am Samstag vorsorglich zwölf Filialen in Deutschland.

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Anwohner sorgen sich wegen Demonstration am Wochenende – OB Burmester schweigt

Vor dem Protest am Wochenende ist die Sorge unter Bürgern und Händlern in der Altstadt spürbar: Joachim Groth, Vorsitzender der dortigen Bürgergemeinschaft, sagte der Kölner Lokalredaktion von t-online, dass mancher Händler seine Geschäfte in der Innenstadt am Samstag verschließen und zusätzlich absichern würde.

Schließlich sei unklar, ob es bei dem Protest am Wochenende zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen könne, so Groth. In der Bürgergemeinschaft sind rund 300 Anwohner und Gewerbetreibende organisiert. Die Bürgergemeinschaft hatte in dieser Woche einen Brief an die Stadtspitze um Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) verschickt.

In dem Schreiben fordern die Altstadtbewohner die Stadtspitze dazu auf, die Anliegen der jungen Menschen ernst zu nehmen: Eine gemeinsame Erklärung darüber könne der „gewaltorientierten Vereinnahmung“ der Proteste entgegentreten, heißt es in dem Schreiben. Burmester wollte sich auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online in dieser Woche nicht zu den Protesten äußern.

Groth geht davon aus, dass vor allem die jüdische Gemeinde, die ins Visier von an den Protesten teilnehmenden Palästina-Aktivisten geraten könnte, und Geschäfte mit hochwertigen Produkten ihre Häuser am Wochenende besonders absichern werden. Dennoch hoffe man auf einen friedlichen Verlauf des Tages. Die Protestkultur in Köln sei schließlich eine andere als in Berlin.

Großer Andrang: „Gen Z regelt“ wird ans Rheinufer verlegt

In der Nähe der Bastei am Konrdad-Adenauer-Ufer soll die Demonstration am Samstag stattfinden. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Walter G. Allgöwer/imago)
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