Ausschreitungen in Köln
Polizei verteidigt Wasserwerfer-Einsatz nach Gen Z-Protesten
02.11.2026 – 15:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Nach Ende der offiziellen Kundgebung eskaliert die Situation zwischen Polizei und weiteren Beteiligten. Die Polizei kritisiert auch den Veranstalter der Demo.
Die Kölner Polizei hat ihr Vorgehen gegen Ausschreitungen im Anschluss an die Demonstration der Gruppe „Gen Z regelt!“ am Samstag in Köln verteidigt. Der Leitende Polizeidirektor Martin Lotz sagte am Rande einer Pressekonferenz zur Sicherheit am 11.11. in Köln: „Die Kritik kann ich nicht bestätigen. Die Maßnahmen waren angekündigt und vorbereitet. Ich halte sie auch für verhältnismäßig.“
Der Wasserstrahl des Wasserwerfers sei zunächst auf den Boden, dann über die Menge und zuletzt auf die Menge gerichtet worden, so Lotz. „Wir haben mehr als deutlich und mehrfach den Einsatz angekündigt. Der Wasserwerfer wurde eingesetzt, um ein selbstständiges Losziehen der Gruppe zu verhindern. Dies war nicht genehmigt“, erklärte der Polizeidirektor weiter.
Gen Z Proteste in Köln: Kölner Polizei verteidigt Einsatz von Wasserwerfern
Lotz betonte, dass es sich bei den Randalierern keineswegs um die Menschen gehandelt habe, die für die Demonstration gekommen seien. „Wir müssen unterscheiden zwischen den Menschen, die wegen eines wichtigen Anliegens gekommen sind und denen die mit Gewaltbereitschaft angereist sind.“
Die Randalierer seien aus mehreren Teilen Deutschlands, aber auch aus der Region angereist. Ersten Erkenntnissen zufolge soll laut Polizei ein Großteil der linksautonomen Szene angehören. Von Teilen der Demonstrierenden hatte es Kritik am Vorgehen der Polizei gegeben. Ihnen wurde ein rabiates Verhalten vorgeworfen.
Die Zusammenarbeit mit der Leitung der Kundgebung sei „völlig unproblematisch“ gewesen, betonte Lotz. „Allerdings war der Versammlungsleiter relativ unerfahren in solchen Sachen. Es wurde vermutlich unterschätzt, wie schwierig es ist, andere Kräfte, die sich unter die Teilnehmer mischen zu kontrollieren. Aus diesem Grund haben wir auch den Aufzug untersagt.“
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Die Randale in der Südstadt und auf den Kölner Ringen, die in der Nacht zu Sonntag stattfanden, stünden damit allerdings nicht in Zusammenhang. „Die Ereignisse waren nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich getrennt“, sagte Lotz. Eine genaue Zahl der Menschen, die aufgrund der Randale in Gewahrsam genommen wurden, gibt es derzeit noch nicht.
Ab dem Samstagnachmittag hatte es in mehreren Teilen Kölns Ausschreitungen und auch Angriffe auf Polizeibeamte gegeben. 23 Einsatzkräfte wurden verletzt. Die Polizei spricht nach ersten Erkenntnissen von 200 bis 300 Menschen, die im Stadtgebiet randaliert haben.