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Anwohner sorgen sich wegen Demonstration am Wochenende – OB Burmester schweigt
Vor dem Protest am Wochenende ist die Sorge unter Bürgern und Händlern in der Altstadt spürbar: Joachim Groth, Vorsitzender der dortigen Bürgergemeinschaft, sagte der Kölner Lokalredaktion von t-online, dass mancher Händler seine Geschäfte in der Innenstadt am Samstag verschließen und zusätzlich absichern würde.
Schließlich sei unklar, ob es bei dem Protest am Wochenende zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen könne, so Groth. In der Bürgergemeinschaft sind rund 300 Anwohner und Gewerbetreibende organisiert. Die Bürgergemeinschaft hatte in dieser Woche einen Brief an die Stadtspitze um Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) verschickt.
In dem Schreiben fordern die Altstadtbewohner die Stadtspitze dazu auf, die Anliegen der jungen Menschen ernst zu nehmen: Eine gemeinsame Erklärung darüber könne der „gewaltorientierten Vereinnahmung“ der Proteste entgegentreten, heißt es in dem Schreiben. Burmester wollte sich auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online in dieser Woche nicht zu den Protesten äußern.
Groth geht davon aus, dass vor allem die jüdische Gemeinde, die ins Visier von an den Protesten teilnehmenden Palästina-Aktivisten geraten könnte, und Geschäfte mit hochwertigen Produkten ihre Häuser am Wochenende besonders absichern werden. Dennoch hoffe man auf einen friedlichen Verlauf des Tages. Die Protestkultur in Köln sei schließlich eine andere als in Berlin.
Großer Andrang: „Gen Z regelt“ wird ans Rheinufer verlegt
Nun ist es offiziell: In Köln wird die Demonstration von „Gen Z regelt“ nun nicht am Heumarkt, sondern am Konrad-Adenauer-Ufer in die Nähe der Bastei stattfinden. Das bestätigte ein Sprecher der Kölner Polizei der Kölner Redaktion von t-online am Donnerstag. Einer der Gründe zur Verlegung sei die hohe Teilnehmerzahl gewesen, wie die Polizei weiter erklärte.
In Köln könnte laut der Webseite der Protestbewegung die größte Demo des Landes stattfinden. Anmelder der Veranstaltung rechnen mit 15.000 Teilnehmern – zu viele für den Heumarkt, wo die Veranstaltung unter dem Titel „Bildung / Wehrpflicht / Bezahlbares Leben“ eigentlich stattfinden sollte.