Nach Wechsel im Sommer

Ex-Hertha-Star erlebt ungemütliche Rückkehr


07.11.2026 – 21:46 UhrLesedauer: 3 Min.

Fabian Reese: Der 28-Jährige spielt seit Sommer in Wolfsburg. (Quelle: IMAGO/Michael Taeger/imago)

Im Sommer verließ Fabian Reese Hertha BSC in Richtung Wolfsburg. Bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte bereiten die Fans ihm einen ungemütlichen Empfang.

Aus Berlin berichten William Laing und Nikolaus Ralle

In seinen drei Jahren in Berlin stieg Fabian Reese bei Hertha BSC zum Publikumsliebling auf. Im Sommer kehrte der 28-Jährige dem Hauptstadtklub jedoch den Rücken und wechselte zum gerade aus der Bundesliga abgestiegenen Konkurrenten VfL Wolfsburg – ein Schritt, den ihm viele Fans der „Alten Dame“ übel nahmen.

Der Ärger der Berliner Anhänger über den Abgang ihres Kapitäns hat am Samstag nun seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Mit Wolfsburg gastierte Reese zum Spitzenspiel der 2. Bundesliga bei seinem ehemaligen Arbeitgeber im Berliner Olympiastadion. Die Hertha-Fans empfingen ihren Ex-Spieler bei seiner Rückkehr alles andere als freundlich.

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Schon als die Wolfsburger Mannschaft zum Warmmachen auf dem Platz kam, hallte es für die Gäste Pfiffe durch die Arena – genauso, wie später beim Verlesen der Mannschaftsaufstellungen. Als Reeses Namen genannt wurde, schwoll die Lautstärke des Pfeifkonzerts um ein Vielfaches an. Es sollte nicht das letzte Mal an diesem Abend der Fall sein.

Auch im Spielverlauf wurde der Offensivakteur immer wieder mit einem gellenden Pfeifkonzert bedacht, sobald er nur in die Nähe des Spielgerätes kam. Ballverluste und weitere missglückte Aktionen von Reese quittierte das Berliner Publikum zudem mit frenetischem Beifall. Beinahe hätte der VfL-Profi den Hertha-Fans alles jedoch früh zurückgezahlt. Mit einem Abschluss in der zweiten Minute scheiterte Reese an der Latte.

Pfiffe für Reese auch in anderen Stadien

Dass die Berliner Fans ihren Ärger so deutlich kundtun, hängt nicht nur mit dem Abgang an sich zusammen, sondern auch mit Reeses Auftreten in seiner Zeit bei Hertha. Der gebürtige Kieler, der sportlich in Berlin stets über jeden Zweifel erhaben war, hatte sich kontinuierlich als volksnahe Identifikationsfigur inszeniert. Er traf sich mit Fans in der Stadt, brachte sogar eigenes Merchandising heraus. Unterstrichen wurde das Bild des Berlin liebenden Reese von zwei Vertragsverlängerungen – eine im Februar 2024 und eine im Mai 2025. Ein Wechsel trotz laufenden Arbeitspapiers, dazu auch noch zu einem anderen Zweitligisten, passte für viele daher nicht ins Bild.

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