In Ulm hat ein Unbekannter mehrere Menschen in seine Gewalt gebracht. Dann schoss die Polizei.
Am Freitagabend hat sich in Ulm ein Geiseldrama abgespielt. Die Polizei riegelte den zentralen Münsterplatz ab. Schwer bewaffnete Beamte rückten an, ein gepanzertes Fahrzeug fuhr vor.
Anderthalb Stunden lang bestand „akute Lebensgefahr“, wie der SWR zunächst meldete. Dann konnte die Polizei die Situation beenden. Schüsse fielen – der Täter wurde festgenommen.
Schüsse in Ulms Innenstadt
Laut „Südwest Presse“ hatte ein Unbekannter zuvor mindestens vier Personen mit Waffengewalt in einer Starbucks-Filiale festgehalten. „Es ist hier viel zu gefährlich“, zitierte die Zeitung Polizisten, die an der Absperrung Passanten wegschicken. Überall in der Stadt flackere Blaulicht. Laut der Zeitung kam gegen 19.30 Uhr das SEK. Um 20.21 Uhr meldete die „Südwest Presse“, Reporter hätten Schüsse gehört. Polizisten würden schreien: „Alle weg hier! Hier fliegen Kugeln.“
Kurz darauf erreichte t-online die Ulmer Polizei am Telefon: Der Einsatz laufe seit 18.50 Uhr, sagte der Sprecher. Die Gefahr sei gebannt. Der Sprecher bestätigte einen SEK-Einsatz an einem Café.
Der bewaffnete Täter hatte das Geschäft am Münsterplatz mit einer Geisel verlassen und wollte flüchten. „Dabei kam es zu einem Schusswaffengebrauch durch die Polizei“, fassten die Beamten das Ende der Geiselnahme in einer Pressemitteilung zusammen. „Der Täter wurde festgenommen. Die Geisel blieb unverletzt.“
Ulms Oberbürgermeister verfolge das Geschehen im Polizeirevier Ulm-Mitte mit, berichtete die „Augsburger Allgemeine“.
