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Geheime Pakete in Münchner Pop-Up-Store kaufen

wochentlich.deBy wochentlich.de12 März 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Geheime Pakete in Münchner Pop-Up-Store kaufen
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Ein verloren gegangenes Paket kaufen, ohne zu wissen, was drin ist: Das ist noch bis Samstag in München möglich. t-online hat den Test gemacht – und ordentlich gestaunt.

München ist um eine kuriose Attraktion reicher: die „Gefundene-Pakete-Verkaufs-Aktion“ des französischen Start-ups King Colis. Vom 11. bis 15. März können Neugierige im Forum Schwanthalerhöhe aus zehn Tonnen sogenannter „verlorener Pakete“ auswählen und diese nach Gewicht bezahlen. Ein wahres Abenteuer also für alle, die Überraschungen lieben und dabei womöglich noch ein echtes Schnäppchen machen möchten.

Das französische Unternehmen King Colis hat es sich zur Aufgabe gemacht, verlorene Pakete von E-Commerce-Unternehmen zurückzukaufen und ihnen ein neues Leben zu schenken. Um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, die Überraschungspakete zu kaufen, ziehen sie mit Pop-up-Verkaufsständen durch Einkaufszentren in Europa.

CEO und Mitbegründer Killian Denis sagt über die große Freude an der Überraschung: „Es macht immer wieder aufs Neue Spaß und ist aufregend. Man weiß nie, was man auspacken wird“, wird der Unternehmer auf der Seite des Veranstaltungsmagazins „rausgegangen.de“ zitiert. Auch wahre Schätze seien bei den Aktionen schon aufgetaucht: „Beim Auspacken hatte einer unserer Kunden zum Beispiel plötzlich einen kleinen Goldbarren aus einer Sammleredition in der Hand. Auch eine gebrauchte Rolex haben wir schon ausgepackt.“

Für die Auswahl haben Kunden nur zehn Minuten Zeit, wobei niemand weiß, was sich in den Paketen befindet. An der Kasse wird dann jedes Päckchen nach Gewicht bezahlt: Standard-Pakete kosten 1,99 € pro 100 Gramm, Premium-Pakete, in denen oft Elektrogeräte oder Ähnliches warten, kosten 2,79 € pro 100 Gramm. Eine Rückgabe ist nicht möglich, für beschädigte Ware gibt es keinen Ersatz.

High-Tech-Gadgets, Schmuck, Kleidung oder vielleicht doch nur ein Dreierpack Unterhosen – alles ist möglich beim Überraschungs-Shopping. t-online hat am Mittwoch den Selbsttest gemacht und vor Ort zwei Pakete gekauft.

Es ist ein Mittwochvormittag, als sich t-online auf den Weg ins Forum Schwanthalerhöhe macht. Bereits von Weitem lässt sich in dem Einkaufszentrum im Münchner Westend der Pop-up-Store von King Colis entdecken, vor dem ein reges Treiben herrscht. Um 11 Uhr, rund eine Stunde nach Öffnung, stehen schon rund 50 Menschen an. Bereits in der Schlange lassen sich Dutzende Pakete in unterschiedlichen Verpackungsmaterialien erspähen.

Hört man sich bei den wartenden Menschen um, zeigt sich einmal mehr: Die Besucher lieben Überraschungen. So auch zwei junge Frauen, die schon ganz gespannt sind auf das, was sie da gleich in den Containern ausgraben werden: „Ich habe auf Instagram Werbung für die Aktion gesehen und dachte mir, das muss ich unbedingt ausprobieren“, erzählt eine der Freundinnen.

Vergrößern des Bildes
Verborgene Schätze: Immer wieder füllen Mitarbeitende die Container mit neuen geheimnisvollen Paketen auf. (Quelle: Carla Gospodarek)

Beide sind das erste Mal da und freuen sich auf das Pakete-Shoppen. Ob sie auf einen großen Schatz hoffen? „Nein, wir machen das wirklich nur zum Spaß. Ich ahne schon, dass wir einfach nur lachen werden, wenn wir die Pakete aufmachen“.

Dann ist es so weit, die nächsten Leute dürfen sich ihre Päckchen aussuchen – so auch t-online. Beim Betreten der Verkaufsfläche fällt sofort die Vielfältigkeit der Postsendungen auf, die in verschiedenen Containern bunt zusammengewürfelt sind. Einige sind klein und leicht, andere groß und schwer. Sofort stürzen sich die Menschen auf die vermeintlichen Schätze, rütteln und schütteln oder diskutieren über mögliche Inhalte.

Nach einigem Abwägen fällt die Wahl von t-online schließlich auf zwei Objekte aus unterschiedlichen Preisklassen: ein eckiges Standard-Paket sowie eine längliche Premium-Sendung. An der Kasse werden für die beiden Stücke, die zusammen rund zwei Kilogramm wiegen, etwas über 50 Euro fällig. Gar nicht so wenig. Ob sich dafür dieser Einkauf gelohnt hat?

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