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Gegenproteste stoppen Neonazi-Demo – Aufmarsch aufgelöst

wochentlich.deBy wochentlich.de22 März 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Gegenproteste stoppen Neonazi-Demo – Aufmarsch aufgelöst
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1.500 Beamte im Einsatz

Aufmarsch aufgelöst: Gegenproteste stoppen Neonazi-Demo

Aktualisiert am 22.03.2025 – 20:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Teilnehmer einer rechtsextremistischen Demonstration versammelten sich am S-Bahnhof Ostkreuz: Sie wurden durch Gegenproteste gestoppt. (Quelle: dpa/dpa)

Hunderte Menschen protestieren erneut gegen einen Aufzug von Rechtsextremisten in Berlin. Die Neonazis wollen durch den links-alternativen Stadtteil Friedrichshain laufen. Weit kommen sie nicht.

Eine rechtsextremistische Demonstration in Berlin-Friedrichshain ist nach zahlreichen Gegenprotesten vorzeitig beendet worden. Der Versammlungsleiter habe die Versammlung am Ostkreuz vorzeitig beendet, teilte die Polizei auf der Plattform X mit.

Polizisten wollten nun dafür sorgen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne Probleme abreisen. Zahlreiche Demonstranten waren mit der Bahn nach Berlin gekommen. Für die Demonstration mit dem Titel „Für Recht und Ordnung. Gegen Linksextremismus und politisch motivierte Gewalt“ war bundesweit mobilisiert worden.

Rund 850 Menschen – und damit deutlich mehr als zuletzt – beteiligten sich laut Polizei an der rechtsextremistischen Kundgebung. Mindestens 2.000 Menschen protestierten nach Polizeiangaben lautstark gegen die Neonazi-Demo. Auf der geplanten Strecke des Aufzuges in Friedrichshain gab es laut Polizei 15 Gegenproteste, teils blockierten Hunderte Menschen die Straße.

Die Polizei war nach den Angaben mit rund 1.500 Kräften im Einsatz, um die Lager auseinanderzuhalten. Gleichwohl kam es zu Rangeleien. Die Stimmung war teils aufgeheizt.

Zudem wurden nach Zahlen vom Abend rund 85 Teilnehmer der rechtsextremistischen Kundgebung festgenommen. Mehrere Menschen hätten sich nicht an das Vermummungsverbot gehalten, hieß es.

Drei Teilnehmer wurden von dem Neonazi-Marsch ausgeschlossen, wie Polizeisprecher Florian Nath auf der Plattform X mitteilte. Ein Richter habe einen sogenannten Unterbindungsgewahrsam bestätigt. Die Betroffenen waren zuvor wegen des Zeigens von Symbolen verfassungswidriger Organisationen festgenommen worden. Ein Mann habe beispielsweise einen Hitlergruß gezeigt.

Wegen der Demonstrationen kam es in Berlin-Friedrichshain und Mitte zu Verkehrsbehinderungen. Laut Verkehrsinformationszentrale waren zahlreiche Straßen gesperrt. Der Marsch sollte vom Ostkreuz unter anderem am Frankfurter Tor vorbei über die Frankfurter Allee zur Rigaer Straße führen, wo die linke Szene aktiv ist.

So weit kamen die Neonazis nun aber nicht. Das offizielle Ende der Demonstration war nach Polizeiangaben für 18.30 Uhr angesetzt.

Der Aufmarsch war bereits die dritte Demonstration der Rechtsextremisten seit Dezember 2024 unter dem gleichlautenden Titel „Für Recht und Ordnung. Gegen Linksextremismus und politisch motivierte Gewalt“.

Vor einem Monat beteiligten sich etwa 150 Neonazis an dem Aufzug. Im Dezember waren es nach Polizeiangaben um die 60 Teilnehmer. Bei beiden Terminen versuchten viele linke Gruppen die Demonstrationen zu blockieren. Es kam zu Rangeleien mit der Polizei, die Stimmung war aggressiv.

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