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You are at:Home»Lifestyle»Gefährliche Krankheit breitet sich in Japan aus
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Gefährliche Krankheit breitet sich in Japan aus

wochentlich.deBy wochentlich.de17 März 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Gefährliche Krankheit breitet sich in Japan aus
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In Japan wird seit Anfang des Jahres ein rasanter Anstieg von Infektionen mit einer seltenen Krankheit registriert. Die Ursachen dafür sind bislang unklar.

Experten sind alarmiert: In Japan gibt es aktuell einen Ausbruch einer gefährlichen bakteriellen Infektion. Das Streptokokken-induzierte toxische Schock-Syndrom (STSS) ist eine seltene, aber potenziell tödliche Krankheit. Die Ursache für dieses Phänomen ist bisher ungeklärt.

Die Krankheit wird von hochansteckenden und extrem virulenten Stämmen der Gruppe der A-Streptokokken verursacht, die normalerweise harmlose Rachen- und Mandelentzündungen hervorrufen – in seltenen Fällen aber auch schwerere Infektionen verursachen kann. Wie die japanische Gesundheitsbehörde NIID berichtet, wurden in den ersten zwei Monaten des Jahres 2024 bereits 378 Fälle des STSS registriert.

Sterblichkeitsrate liegt bei 30 Prozent

Zum Vergleich: Im Jahr 2023 waren es insgesamt 941 Infektionen. Auch wenn das Risiko für einen schweren Verlauf für ältere Patienten generell höher ist, scheint dieser Ausbruch besonders für Personen unter 50 Jahren gefährlich zu sein. Von den 65 Personen unter 50 Jahren, bei denen zwischen Juli und Dezember 2023 STSS diagnostiziert wurde, starben 21 Infizierte, also etwa ein Drittel, wie die japanische Zeitung „Asahi Shimbun“ berichtet. Die Sterblichkeitsrate für die Krankheit liegt generell bei rund 30 Prozent.

In leichten Fällen können bei STSS erkältungsähnliche Symptome auftreten, in seltenen Fällen können sich die Symptome verschlimmern und Mandelentzündungen, Lungenentzündungen und Meningitis (Hirnhautentzündung) auslösen. In sehr seltenen und schweren Fällen kann es zu Organversagen oder Nekrose, also Gewebstod, kommen.

Liegt die Ursache in der Corona-Pandemie?

Streptokokken werden per Tröpfchen oder auch direkten Hautkontakt, etwa über offene Wunden, übertragen. Schützen kann man sich vor allem, indem man einfache Hygienemaßnahmen anwendet, wie etwa regelmäßiges Händewaschen. Behandelt wird STSS mit Antibiotika. Da die Krankheit schnell voranschreiten kann, ist in schweren Fällen eine rasche intensivmedizinische Behandlung wichtig.

Einige Experten bringen den Ausbruch mit den gelockerten Restriktionen während der Corona-Pandemie in Verbindung. Ken Kikuchi, Professor für Infektionskrankheiten an der Tokyo Women’s Medical University, teilt diese Vermutung. „Der immunologische Zustand nach der Genesung einer Covid-19-Infektion könnte die Anfälligkeit gegenüber anderen Erregern verändert haben“ so Kikuchi gegenüber „The Guardian“. Noch ist der Grund für die Rekord-Infektionszahlen mit STSS aber nicht geklärt.

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