„Folgerichtiges Signal“

Joachim Gauck wünscht sich Bundespräsidentin

27.06.2026 – 12:28 UhrLesedauer: 1 Min.

Alt-Bundespräsident Joachim Gauck wünscht sich eine Frau an der Spitze des höchsten deutschen Staatsamtes. (Quelle: Britta Pedersen/dpa/dpa-bilder)

Noch nie hatte Deutschland eine Bundespräsidentin. Es wäre aber an der Zeit, findet ein ehemaliges Staatsoberhaupt.

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hält eine Frau als Staatsoberhaupt für überfällig. Er halte es „aus einem ganz praktischen Grund für absolut angezeigt, dass es eine Frau wird: Wenn wir sehen, an wie vielen Stellen Frauen das Gemeinwesen tragen, wäre eine Bundespräsidentin schlicht ein folgerichtiges Signal“, sagte Gauck der „Welt am Sonntag“.

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Allerdings warnte das frühere Staatsoberhaupt auch: „Wenn die Debatte rein auf die Geschlechterfrage reduziert wird, ist das in der Tat nicht gut. Ein Mann an der Spitze muss selbstverständlich weiter möglich sein. Was wir primär brauchen, ist eine überzeugende, integrierende Figur.“

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Wahl zur Steinmeier-Nachfolge Ende Januar

Gauck war von 2012 bis 2017 Bundespräsident. Das nächste deutsche Staatsoberhaupt wird am 30. Januar kommenden Jahres von der Bundesversammlung gewählt. Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

Diskutiert wird unter anderem auch, ob der nächste Bundespräsident oder die erste Bundespräsidentin aus einer der Parteien kommen sollte – oder ob es jemand ohne enge Bindungen in den Politikbetrieb sein sollte wie damals Gauck. Die schwarz-rote Koalition will sich erst im Herbst nach den Landtagswahlen festlegen, wen sie nominieren will.

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