Die Frage ist aber nicht nur, wie realistisch die Übernahme ist, sondern auch, wie bezahlbar sie ist: Gamestop hat gut 10 Milliarden Dollar in der Kasse, um Ebay zu kaufen und dann zum neuen Amazon umzubauen. 20 Milliarden kann es an Krediten bekommen. Fehlen immer noch 26 Milliarden bis zu den gebotenen 56 Milliarden.
Nun kann man ja eigene Aktien im Tausch gegen Ebay-Aktien anbieten. Aber wie viele Ebay-Aktionäre wollen wirklich Gamestop-Aktien haben, die deutlich schlechter laufen?
Das war vor fünf Jahren anders, als die oben erwähnte Community-Rebellion gegen Hedgefonds gewettet und Gamestop-Aktien zeitweise bis auf 500 Dollar pro Aktie nach oben getrieben hatte. Keine Frage, das war maßlos übertrieben. Derzeit ist noch ein Bruchteil übrig.
Und so ist auch vielleicht die Vision, Ebay zu übernehmen, eher brüchig.
Am Ende des Tages, als Gamestop seine Pläne öffentlich gemacht hatte, war die Aktie von Gamestop prozentual wieder zweistellig eingebrochen. Damit ist die Antwort der Börse der ersten Euphorie gewichen. Es sei denn, die Community von damals legt noch mal los und treibt die Gamestop-Aktie als Übernahme-Währung wieder an. Aber warum sollte sie?
