Laut neuer Analyse

Führerschein in München 1.800 Euro teurer als in Berlin


24.07.2026 – 10:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Abendliche Fahrschule durch eine Innenstadt (Archivbild): Verglichen wurden die Preise in den 20 größten Städten Deutschlands. (Quelle: Imago/Jochen Tack)

Der Weg zum Führerschein ist in München so teuer wie in keiner anderen deutschen Großstadt. Eine Auswertung von 20 Städten zeigt große Preisunterschiede.

In keiner deutschen Großstadt ist der Autoführerschein so teuer wie in München. Das geht laut „Auto Bild“ und „Focus Online“ aus einer aktuellen Analyse des Buchungsportals „anny.co“ hervor. In dieser wurden die Kosten für den Führerschein in den 20 größten Städten Deutschlands verglichen.

Das Ergebnis: In Bayerns Landeshauptstadt zahlen Fahrschüler im Schnitt 4.329 Euro für den Autoführerschein. Für die Berechnung wurden Kosten von 90 Euro pro Fahrstunde und 23 Fahrstunden zu je 45 Minuten zugrunde gelegt. Für die gesetzlich vorgeschriebenen zwölf Sonderfahrten über Bundes- und Landstraßen (5), auf der Autobahn (4) sowie bei Nacht (3) wurde ein Paketpreis von 1.099 Euro angesetzt.

München auch beim Motorradführerschein an der Spitze

Zusätzlich fallen Kosten für Lernmaterial, Erste-Hilfe-Kurse sowie die Anmeldung zur Theorie- und Praxisprüfung an. Fahrschulen verlangen in der Regel außerdem einen Grundbetrag für die Aufnahme der Ausbildung. Für die Analyse ermittelte „anny.co“ laut „Auto Bild“ und „Focus Online“ die Kosten von jeweils vier Fahrschulen pro Stadt und bildete daraus einen Durchschnittswert.

Am günstigsten ist der Autoführerschein demnach in Berlin. Dort werden im Schnitt 2.501 Euro fällig – und damit 1.828 Euro weniger als in München. Bundesweit kostet der Führerschein durchschnittlich 3.288 Euro. Auch bei den Kosten für den Motorradführerschein liegt München laut der Analyse gemeinsam mit Leipzig mit 3.749 Euro auf dem Spitzenplatz.

Das Bundesverkehrsministerium will die Fahrausbildung in Deutschland günstiger machen und hat dafür im Mai einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Bürokratische Pflichten sollen abgebaut, die Ausbildung digitalisiert und starre Vorgaben gelockert werden. Die Reformvorschläge könnten frühestens 2027 in Kraft treten.

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