Nach Angaben der Weltbank leben weniger als 5 % der Frauen weltweit in Ländern, die ihnen volle rechtliche Gleichstellung gewähren – eine Zahl, die auf einem regionalen Forum in Buchara den Rahmen für Diskussionen darüber bildete, wie Investitionen in Frauen und Bildung die langfristige Entwicklung in ganz Asien vorantreiben könnten.

Die Diskussionen zwischen Regionalführern, UN-Beamten und politischen Entscheidungsträgern konzentrierten sich auf wirtschaftliche Inklusion, Erwerbsbeteiligung, Zugang zur Gesundheitsversorgung und die Rolle von Frauen in sich schnell verändernden Gesellschaften mit jungen und wachsenden Bevölkerungen.

Der usbekische Präsident Shavkat Mirziyoyev sagte in einer Botschaft an die Teilnehmer, dass das Land in diesem Jahr im Index „Frauen, Wirtschaft und Recht“ der Weltbank um 43 Plätze nach oben geklettert sei und den 48. Platz unter 190 Volkswirtschaften erreicht habe.

Mirziyoyev zitierte Zahlen, aus denen hervorgeht, dass Frauen mittlerweile 35 % der Stellen in der öffentlichen Verwaltung des Landes besetzen, während die Beteiligung von Frauen an der Hochschulbildung in den letzten Jahren stark gestiegen ist.

Demografie und wirtschaftliche Teilhabe

Der Exekutivdirektor des UN-Bevölkerungsfonds Diene Keita wies darauf hin, dass das demografische Profil Zentralasiens eine der größten langfristigen Chancen sei, wenn Regierungen effektiv in Humankapital investieren.

„Zentralasien ist wichtig für den Wohlstand der gesamten Menschheit“, sagte Keita gegenüber Euronews.

„Es gibt nur einen Weg, den Jugendüberschuss in Chancen umzuwandeln. Er besteht darin, sicherzustellen, dass wir über die richtigen Bevölkerungsdaten verfügen, so wie es Usbekistan mit seiner allgemeinen Volkszählung getan hat.“

Usbekistan führte kürzlich seine erste Volkszählung seit mehr als drei Jahrzehnten durch, ein Prozess, den internationale Organisationen als entscheidend für die langfristige Planung bezeichnen.

Laut UNFPA ermöglichen zuverlässige demografische Daten den Regierungen, Bildungssysteme, Gesundheitsinfrastruktur und Beschäftigungspolitik an die tatsächlichen Bedürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen, einschließlich Frauen und junger Menschen, anzupassen.

„Wenn man weiß, wo die jungen Leute sind, wo die Frauen sind, wo die Älteren sind, kann man die Dienste an den tatsächlichen Bedarf anpassen“, sagte Keita.

UN-Beamte und regionale Vertreter verknüpften die Gleichstellung der Geschlechter auch direkt mit der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und dem künftigen Wachstum.

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