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Sport

Französin Julia Simon spricht in Hochfilzen über Betrugsskandal

wochentlich.deBy wochentlich.de12 Dezember 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Französin Julia Simon spricht in Hochfilzen über Betrugsskandal
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Sperre abgesessen

Biathlon-Ass nach Betrugsskandal: „Niemand wirklich freundlich“


Aktualisiert am 12.12.2025 – 17:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Julia Simon: Sie gehört zu den absoluten Top-Namen im Biathlon. (Quelle: Martin Schutt/dpa)

Nach ihrer Sperre ist Julia Simon zurück im Biathlon-Weltcup. Dabei spricht sie genauer über die Aufregung um ihren Kreditkartenbetrug.

Die wegen Betruges verurteilte französische Biathletin Julia Simon ist nach ihrer Sperre in den Weltcup zurückgekehrt. Beim zweiten Weltcup-Wochenende der Saison in Hochfilzen startete die zehnfache Weltmeisterin im Sprint und belegte dort nach einem Schießfehler den 19. Platz.

Nach dem Rennen sprach die 29-Jährige am ARD-Mikrofon über die Aufregung um ihre Person. „Es war nicht einfach. Vor allem der mediale Teil war nicht leicht, aber ich habe viel dazugelernt in meinem Leben und über das Leben“, sagte sie. Sie habe sich selbst viele Fragen gestellt, darunter auch, ob sie überhaupt noch mal in den Weltcup zurückkehren werde. Die Antwort sei aber eindeutig gewesen: „Ja, ich liebe das. Ich habe noch gute Rennen vor mir“, so Simon weiter. „Es ist das, was ich am meisten liebe, und jetzt bin ich wieder hier und ich bin glücklich. Ich hatte viel Spaß heute. Es war sehr schmerzhaft, aber es war auch sehr spaßig.“

Die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2022/2023 hatte mit einer brisanten Kreditkartenaffäre Aufruhr ausgelöst. Simon hatte gestanden, mit gestohlenen Kreditkartendaten ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet sowie einer Team-Physiotherapeutin im Internet Waren im Wert von rund 2.500 Euro eingekauft zu haben. Daraufhin war sie am 24. Oktober zu einer dreimonatigen Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro verurteilt worden.

Der französische Skiverband belegte Simon mit einem sechsmonatigen Wettkampf- und Trainingsverbot – allerdings wurden fünf Monate davon auf Bewährung ausgesprochen. Die Sperre galt ab 7. November, sodass sie lediglich den Auftakt in Östersund verpasste. Der Verband sprach von einer „sehr strengen“ Entscheidung, aber auch bei der Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro waren 15.000 auf Bewährung ausgesetzt.

Unmittelbar vor dem Beginn der Olympia-Saison hatte das gut informierte Magazin „Ski Chrono“ von einer „angespannten Atmosphäre“ innerhalb des französischen Frauen-Teams gesprochen. Dass Simon wieder normal integriert werden kann, scheint schwer vorstellbar. Allerdings weiß Frankreichs Verband auch um die sportlichen Qualitäten der Schnell-Schützin, die bei den Winterspielen wieder möglichst viele Medaillen gewinnen soll.

Viermal Gold holte Simon bei der WM im Frühjahr in der Schweiz und wurde zur erfolgreichsten Athletin. Nach Olympia-Silber mit der Mixed-Staffel 2022 in Peking ist der erste Olympiasieg nun ihr großes Ziel.

Angesprochen auf die Spannungen im Team gab sich Simon in der ARD gelassen: „Es ist niemand wirklich freundlich. Wir sind Wettkämpfer“, sagte sie. Frankreich habe ein gutes Team und alle Athletinnen kämpften um ihren Platz im Weltcup. „Es ist immer sehr schwer und ich fühle mich okay damit. Ich bin hier für den Sport. Ich bin glücklich über meine Leistung heute und das Team hat es auch gut gemacht. Lou war auch stark heute. Alle haben gezeigt, was sie können“, so Simon weiter.

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