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Forscher liefern neue Theorie zu den Ringen des Planeten

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Forscher liefern neue Theorie zu den Ringen des Planeten
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Dramatisches Ereignis

Forscher liefern neue Theorie zu Saturns Ringen


11.05.2026 – 12:47 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der Saturn (künstlerische Darstellung): Wie die auffälligen Ringe entstanden sind, ist weiter unklar. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Andrey Nyrkov/imago-images-bilder)

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Es ist ein ungelöstes Rätsel im Sonnensystem: Wie kam der Saturn zu seinen markanten Ringen? Forscher haben eine bekannte Theorie geprüft und sind zu einem verblüffenden Ergebnis gekommen.

Wie kam der Saturn zu seinen Ringen? Eine mögliche Erklärung hatten Wissenschaftler bereits 2022 gefunden. Demnach könnten die heute sichtbaren Eisringe aus den Überresten eines ehemaligen Mondes des Planeten entstanden sein, der diesem zu nahe kam und durch dessen gewaltigen Gezeitenkräfte zerrissen wurde. Ein dramatisches Ereignis im Sonnensystem vor etwa 100 bis 200 Millionen Jahren.

Forscher der University of California in Santa Cruz, des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Tsinghua University in China untersuchten dieses Szenario jetzt und kamen zu einem weiteren überraschenden Ergebnis.

  • Nasa sucht Zeugen: Hobby-Astronom filmt möglichen Einschlag auf dem Saturn
  • 128 neue Objekte: Der Saturn hat jetzt die meisten Monde im Sonnensystem

Oberflächeneis könnte die heutigen Ringe gebildet haben

Die enormen Gezeitenkräfte des Saturn könnten in erster Linie die eisreiche Außenschicht des hypothetischen Mondes Chrysalis herausgerissen haben. Der felsige Kern des Himmelskörpers könnte demnach zunächst weitgehend erhalten geblieben sein, wie Simulationen zeigten.

Besonders wichtig war laut der Studie der Abstand zwischen Saturn und Chrysalis während der Begegnung. Wäre der Mond zu weit entfernt gewesen, wäre nur wenig Material herausgelöst worden. Wäre der Saturn dem Mond dagegen extrem nahe gewesen, wäre auch dessen felsiger Kern zerstört worden. In diesem Fall wären die Ringe weniger eisreich gewesen, als sie es heute sind.

Die Wissenschaftler kommen deshalb zu dem Ergebnis, dass nur ein partiell zerstörter Mond die Zusammensetzung und die Masse der Saturnringe erklären könne. Die heutigen Ringe bestehen nämlich fast vollständig aus Wassereis.

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Weitere Spuren im Saturnsystem möglich

Die Forscher vermuten außerdem, dass die Zerstörung von Chrysalis noch weitere Folgen gehabt haben könnte. So könnten Trümmerteile auf anderen Saturnmonden eingeschlagen sein und dort Krater hinterlassen haben. Auch mehrere enge Begegnungen des Mondes mit dem Saturn halten die Wissenschaftler für möglich.

Offen bleibt allerdings, was mit dem Überrest von Chrysalis geschah. Denkbar sei laut der Studie sowohl ein Absturz auf den Saturn als auch ein Herausschleudern der Überreste aus dem Sonnensystem.

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