Die Forscher vermuten, dass Neurotransmitter, also chemische Botenstoffe, mit denen Nervenzellen miteinander kommunizieren, eine Rolle bei diesen Unterschieden spielen. In den betroffenen Hirnarealen finden sich unterschiedlich viele Andockstellen für diese Signalmoleküle. Ob diese Unterschiede tatsächlich die verschiedenen Formen erklären, müssen weitere Studien klären.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnten sich neue Wege für die Therapie eröffnen. Ärzte könnten Behandlungen künftig gezielter anpassen und stärker auf die individuellen Veränderungen im Gehirn eingehen. ADHS würde dann nicht mehr als einheitliche Störung gelten, sondern als Spektrum verschiedener neurobiologischer Entwicklungsformen.

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