Hat „mit ursprünglichem Charakter“ nichts zu tun

Formel 1: Ex-RB-Boss wettert gegen Regel-Änderungen


14.05.2026 – 07:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Helmut Marko: Der Österreicher arbeitete als Motorsportchef bei Red Bull. (Quelle: IMAGO/Nicolas Economou/imago)

Lange war Helmut Marko in der Formel 1 als Funktionär aktiv. Mittlerweile hat er sich zurückgezogen, mit Kritik spart er dennoch nicht.

Der ehemalige Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko hat die Änderungen an den bestehenden Regeln der Formel 1 kritisiert. Im Interview mit RTL/ntl und „sport.de“ erklärte er: „Das, was bisher geschehen ist, ist ganz klar zu wenig.“

Nach drei Rennen hatte die Formel 1 in einer einmonatigen Pause bereits Änderungen beschlossen. Grundsätzlich wurde der Anteil des elektrischen Antriebs etwas angepasst. Der Zusatzboost aus Sicherheitsvorkehrungen begrenzt. Dadurch sollte wieder ein besseres Renngeschehen garantiert werden. Immer wieder hatte es Kritik der Fahrer gegeben, dass es nicht mehr um das fahrerische Können gehe, sondern viel mehr darum, mit der Energie des Elektro-Motors zu haushalten.

Marko fordert Rückkehr zu Benzinmotoren

Genau diesen Punkt hat Marko im Interview auch angesprochen. Der mittlerweile 83-Jährige forderte, dass die Benzinmotoren wieder mehr Leistung bräuchten und gleichzeitig die elektrische Energie noch weiter zurückgeschraubt werden müsse. „In wie weit man das hinkriegt, dass wir wieder pures Racing sehen, weiß ich nicht“, schloss er.

Marko äußerte sich im Interview auch zu Max Verstappen: Immer wieder hatte der viermalige Weltmeister angekündigt, aufgrund der neuen Regeln die Motorsport-Königsklasse verlassen zu wollen. Marko sieht diesen Androhungen eher gelassen entgegen: „Ein Abschied von Max wäre sicher ein großer Verlust, aber so ist es im Sport. Wenn einer geht, kommt ein Neuer und wird der Star sein. Es geht aber nicht nur darum, ob es Max gefällt. Es geht ums Racing.“ Marko betonte jedoch auch, dass die Formel 1 aktuell „mit dem ursprünglichen Charakter“ nichts mehr zu tun habe.

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