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Panorama

Fluchttunnel-Held Hasso Herschel ist tot

wochentlich.deBy wochentlich.de24 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Fluchttunnel-Held Hasso Herschel ist tot
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Herschel verhalf Hunderten zur Flucht

Der Mann der Tunnel ist tot

24.05.2026 – 02:50 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der Zeitzeuge Hasso Herschel steht am 28.09.2017 in Berlin in einem alten Kellergewölbe der ehemaligen Oswald-Berliner-Brauerei. (Quelle: Gregor Fischer)

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Er baute den „Tunnel 29“ und half Hunderten DDR-Bürgern zur Flucht. Im Alter von 91 Jahren ist Hasso Herschel gestorben.

Der Fluchthelfer Hasso Herschel, der etlichen Menschen aus der DDR in den Westen geholfen hatte, ist tot. Er sei am Donnerstag im Alter von 91 Jahren gestorben, bestätigte der Vorsitzende des Vereins Berliner Unterwelten, Dietmar Arnold, am Samstag unter Berufung auf die Familie. Zuvor hatten die Zeitung „Welt“ und der RBB darüber berichtet. Herschel war Ehrenmitglied des Vereins.

Gemeinsam mit anderen hatte Herschel Tunnel vom Berliner Westen in den Osten gegraben, damit Menschen aus der DDR flüchten konnten. Insgesamt drei Tunnel seien es gewesen – einer davon sei erfolgreich gewesen, sagte Arnold. Über den „Tunnel 29“ seien 1.962 insgesamt 29 Menschen in den Westen gekommen, darunter auch Herschels Schwester.

„Das war ein Meisterstück“, sagte Arnold. Die Geschichte sei mit Heino Ferch verfilmt worden („Der Tunnel“). Der Film dokumentiert die dramatische Flucht von Ost- nach Westberlin durch den Tunnel unter der Mauer.

„Zähle ihn zu den alten Haudegen“

Nach dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 waren Ost und West voneinander abgeschnitten. Der aus Dresden stammende Herschel habe in der DDR selbst mehrere Jahre im Gefängnis gesessen, sagte Arnold. Mit einem falschen Pass sei er dann in den Westen geflohen und habe von dort anderen geholfen.

Es heiße, dass er der Fluchthelfer gewesen sei, der am meisten Bürgern in den Westen geholfen habe – die Zahl 1.000, die genannt werde, könne man aber nicht belegen, sagte Arnold. Es seien sehr viele gewesen. Dafür habe er später viele andere Wege genutzt, etwa umgebaute Autos. „Ich zähle ihn zu den alten Haudegen“, sagte Arnold. Seit langem lebte Herschel in Brandenburg.

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