Eishersteller

Florida Eis investiert 25 Millionen Euro – aber nicht in Berlin

21.08.2026 – 05:03 UhrLesedauer: 1 Min.

Olaf Höhn von Florida Eis (Archivbild): Das Unternehmen expandiert nach Sachsen-Anhalt. (Quelle: Joerg CARSTENSEN, Jörg Carstense/imago)

Ein bekannter Berliner Eishersteller baut seine neue Fabrik – aber nicht in der Hauptstadt. Wirtschaftssenatorin Giffey war beim Spatenstich trotzdem dabei.

Die Berliner Eismanufaktur Florida Eis baut ihre neue Fabrik nicht in der Hauptstadt, sondern in Sachsen-Anhalt: Am Donnerstag hat das Unternehmen in Schönebeck (Elbe) mit dem Bau einer Produktionsstätte begonnen, die es als eine der nachhaltigsten Eismanufakturen Deutschlands bezeichnet. Beim symbolischen Spatenstich vor Ort war auch Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), außerdem Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), Landrat Markus Bauer (SPD) und Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU).

Nach Unternehmensangaben investiert Florida Eis rund 25 Millionen Euro in den neuen Standort, ursprünglich waren nur 15 Millionen Euro vorgesehen. Geplant sind eine Jahreskapazität von etwa 5.000 Tonnen Eis und bis zu 500 Arbeitsplätze, die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen. Geschäftsführer Olaf Höhn sprach von einem Meilenstein für sein Unternehmen und kündigte an, in Schönebeck zeigen zu wollen, „wie Lebensmittelproduktion in Zukunft funktionieren kann“. Man wolle Eis möglichst CO₂-frei produzieren, so Höhn.

Neue Fabrik von Florida Eis soll Energie selbst erzeugen

Die Fabrik soll laut Unternehmen einen Großteil ihrer Energie selbst erzeugen – über Photovoltaik, Solarenergie und Energierückgewinnung aus der Produktion, ergänzt um Wasserstoff für die Logistik. Auf dem rund 4.000 Quadratmeter großen Gelände sollen neben der Produktionshalle auch ein Eiscafé, ein Werksverkauf sowie Logistikflächen entstehen; Höhn möchte den Standort zudem zu einem Ausflugsziel entwickeln. Das Unternehmen erwägt außerdem, am Standort eigene Vanille anzubauen.

Landrat Markus Bauer und Oberbürgermeister Bert Knoblauch begrüßten die Ansiedlung als wichtigen wirtschaftlichen Impuls für die Region. Bauer sprach von einem „großartigen Signal“ für den Salzlandkreis.

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