Konkurrenz für die Bahn
Flixtrain will Angebot für Kölner ausbauen
22.05.2026 – 12:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Flixtrain greift die Bahn weiter an – auch auf einer wichtigen Kölner Bahnstrecke. Was das Unternehmen bis 2027 plant und warum es trotzdem einen Haken gibt.
Für Reisende zwischen Köln und Hamburg wird Flixtrain künftig deutlich öfter zur Alternative gegenüber der Deutschen Bahn. Das Münchner Unternehmen plant, die wöchentlichen Abfahrten auf der Strecke bis 2027 zu verdoppeln – Das sagte Flix-Chef André Schwämmlein dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“.
Bisher war das Flixtrain-Angebot auf der Verbindung Köln–Hamburg überschaubar, sodass Kunden zu bestimmten Zeiten keine Wahl hatten, als den ICE zu nehmen. Neben der Kölner Strecke will Flixtrain auch auf den Verbindungen Berlin–Hamburg und Berlin–Leipzig deutlich häufiger fahren.
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Flixtrain wartet auf Großbestellung aus Spanien
Den Angebotsausbau stemmt Flixtrain zunächst mit vorhandenen Zügen – in höherer Taktung und auch mit längeren Zügen. Die neu bestellten Hochgeschwindigkeitszüge des spanischen Herstellers Talgo, 65 Einheiten für rund 2,4 Milliarden Euro, werden erst ab 2028 geliefert. Dann soll auch München ins Netz kommen.
Dass der Wettbewerb auf der Schiene zunimmt, zeigt auch ein Verfahren, das am heutigen Freitag bei der Bundesnetzagentur in Bonn verhandelt wird: Der italienische Hochgeschwindigkeitsanbieter Italo streitet dort um langfristige Trassenzugänge, um ab 2028 ebenfalls in Deutschland fahren zu können. Die DB-Tochter InfraGO, die über die Streckenvergabe entscheidet, lehnt die geforderten Sonderkonditionen bislang ab.
