Sie wurde 82 Jahre alt
Filmproduzentin Regina Ziegler ist tot
Aktualisiert am 01.11.2026 – 17:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehr als 500 Filme und Serien entstanden unter ihrer Verantwortung. Jetzt ist die Filmproduzentin Regina Ziegler im Alter von 82 Jahren gestorben.
Sie gehörte zu den einflussreichsten Frauen der deutschen Filmbranche, produzierte zahlreiche Kino- und Fernseherfolge und arbeitete selbst mit über 80 Jahren noch an neuen Projekten. Nun ist Regina Ziegler tot. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.
Die Filmproduzentin starb demnach in der Nacht zum Sonntag im Alter von 82 Jahren in einem Berliner Krankenhaus. Das bestätigte ihre Tochter Tanja Ziegler dem Blatt. Ihre Familie war in den letzten Stunden bei ihr.
Am 9. Oktober hatte sich Regina Ziegler noch bei der Buchmesse in Frankfurt gezeigt. Drei Tage zuvor war sie bei einer Filmpremiere in Berlin zu Gast. Es waren ihre letzten öffentlichen Auftritte.
Auch in ihrem hohen Alter dachte sie nicht daran, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen. Erst in diesem Jahr erklärte sie im Interview mit dem Promiportal „TIKonline.de“: „Ich werde 100 und bis dahin will ich noch ganz viel produzieren!“
Regina Ziegler produzierte mehr als 500 Filme und Serien
Regina Ziegler wurde am 8. März 1944 in Quedlinburg geboren. 1973 gründete sie im Alter von 29 Jahren ihre eigene Produktionsfirma und behauptete sich damit in einer Branche, die damals vor allem von Männern geprägt war. Bereits ihr erster Spielfilm „Ich dachte, ich wäre tot“ wurde mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.
Es war der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere. In den folgenden Jahrzehnten verantwortete Ziegler mehr als 500 Film- und Fernsehproduktionen. Zu ihren bekanntesten Werken zählen die ARD-Serie „Weissensee“, der Udo-Jürgens-Film „Der Mann mit dem Fagott“ und die Musicalverfilmung „Ich war noch niemals in New York“. Auch die ZDF-Reihe „Lena Lorenz“ und die Filme über die Familie Bundschuh entstanden unter dem Dach ihrer Produktionsfirma.
Für ihre Arbeit wurde Ziegler vielfach ausgezeichnet. 2016 erhielt sie den Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises für ihre Verdienste um den deutschen Film. 2024 wurde sie mit dem Deutschen Gründerpreis für ihr Lebenswerk geehrt. Auch international fand ihre Arbeit Anerkennung: Das Museum of Modern Art in New York widmete ihr eine eigene Retrospektive.
