Geld von der Klub-WM

Fifa schuldet Klubs offenbar über 200 Millionen Euro


05.08.2026 – 16:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Gianni Infantino: Seit 2016 ist er Fifa-Präsident. (Quelle: IMAGO/Wu Xiaoling/imago)

Die neue, große Klub-WM wurde den Vereinen mit enormen Zahlungen schmackhaft gemacht. Zum Teil sind diese offenbar aber noch nicht erfolgt. Die Fifa erklärt sich.

Im Vorjahr fiel die Sommerpause mehrerer Topklubs äußerst kurz aus. Die Fifa quetschte ihre auf 32 Teilnehmer vergrößerte Klub-WM in die Zeit des Saisonwechels. Knapp einen Monat lang spielten die Teams in den USA den neuen Weltmeister aus, der am Ende FC Chelsea hieß. Dass sich die Kritik am XXL-Format zumindest aus den Reihen der Vereine in Grenzen hielt, lag vor allem an den Prämien.

Allein Turniersieger Chelsea kassierte knapp 100 Millionen Euro. Wie die „Times“ nun aber berichtet, hat die Fifa ein Jahr später noch gar nicht das ganze Geld ausgezahlt, das sie zuvor angekündigt hatte. Demnach wurde kleineren europäischen Vereinen eine Solidaritätszahlung in Höhe von 250 Millionen US-Dollar, umgerechnet knapp 216 Millionen Euro, zugesichert. Bezahlt habe der Weltverband aber noch nicht.

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Dem Bericht zufolge haben über 50 Vereine bei der Organisation European Football Clubs (EFC, ehemals European Club Association) Alarm geschlagen. Der Weltverband bestätigte der „Times“, dass die Summe noch nicht ausgezahlt wurde. Laut Weltverband müsse noch über die Verteilung entschieden werden.

Jordanischer Verbandsboss äußerte ebenfalls Vorwürfe

Dem EFC wiederum habe die Fifa noch keine Erklärung für die Verzögerung der Zahlung geliefert. Hintergrund könnte sein, dass die Klub-WM nicht als finanzieller Erfolg gilt. Mannschaften, die am Turnier teilgenommen haben, sollen ihr Wettbewerbsgeld unterdessen erhalten haben.

Die Fifa sieht sich dieser Tage damit nicht zum ersten Mal dem Vorwurf ausgesetzt, Gelder zurückzuhalten. Prinz Ali bin al-Hussein, Chef des jordanischen Fußballverbands erklärte kürzlich auf X, dass die Fifa seinem Verband Gelder vorenthalten habe. Dabei äußerte er auch den Vorwurf der „Erpressung“.

Außerdem beklagen WM-Gastgeberstädte, dass auch sie von der Fifa zugesagte Zahlungen noch nicht erhalten hätten.

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