„Hass und falsche Gerüchte“
Fifa-Boss Infantino rechnet mit Kritikern ab
27.07.2026 – 12:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Fifa-Präsident Gianni Infantino greift nach dem Ende der WM 2026 Medien und Kritiker an. Dabei geht er auch auf konkrete Streitpunkte des Turniers ein – und lässt Kommentare erst gar nicht zu.
Nach dem Ende der WM 2026 hat Fifa-Präsident Gianni Infantino in einem 15-seitigen Instagram-Statement gegen Medien und Kritiker ausgeteilt. Dabei geht er auf mehrere Streitthemen des Turniers ein und verteidigt die Organisation der Weltmeisterschaft.
Während des Turniers war Infantino mehrfach unter Druck geraten. Visa-Beschränkungen für Fans und Offizielle einzelner Nationen zogen Kritik auf sich. Dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan wurde kurz vor Turnierstart die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert. Auch die hohen Ticketpreise und der Fall Balogun erregten die Gemüter. In letzterem hatte sich US-Präsident Donald Trump für eine Aufhebung einer Rot-Sperre eingesetzt.
„Die beste Show der Welt“
Von all dem will Gianni Infantino nichts wissen. Das Turnier stellt der Schweizer als vollen Erfolg dar. Jeder Austragungsort sei voller Fans gewesen. „Sie waren alle voller Freude und glücklich“, so Infantino. Ihm tue jeder leid, der dieses Event verpasst habe.
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Direkt an alle Kritiker und Medien gerichtet schreibt er: „An diejenigen, die hinter ihren Stiften und Blättern, hinter ihren Bildschirmen sitzen und Hass und falsche Gerüchte verbreiten, möchte ich sagen: Während ihr euch im Hintergrund versteckt, stehen wir bei der Fifa an vorderster Front, organisieren, arbeiten hart und liefern die beste Show der Welt.“
Keine Probleme zwischen den USA und dem Iran?
Und weiter: „Während ihr spaltet, führen wir zusammen.“ In seinem Statement geht der Fifa-Boss auch direkt auf Kritikpunkte ein. So habe man „unermüdlich daran gearbeitet“, zwei Kriegsparteien zusammenzuführen.
„Iran ist ohne weiteren Vorfall oder Konflikte in die Vereinigten Staaten eingereist“, behauptet Infantino. Tatsächlich durfte die iranische Delegation erst einen Tag vor dem Spiel in die USA einreisen und musste nach dem Spiel noch am selben Tag wieder ausreisen.
Entscheidung im Fall Balogun „üblich“
Auch zum Fall Balogun äußert sich der Fifa-Präsident in dem Post. Die Fifa-Disziplinarkommission hatte die Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun vor dem WM-Achtelfinale zur Bewährung ausgesetzt – ein Novum. Die Uefa und mehrere Nationalverbände, darunter auch der DFB, reagierten mit deutlicher Kritik an dem Vorgehen.
