Gebürtig aus Altona
„Thank you Jesus!“ – Felix Nmecha feiert Traumstart
15.06.2026 – 03:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit einem Rekordtor und einem provozierten Elfmeter prägt Felix Nmecha aus Altona den deutschen WM-Auftakt – und feiert danach auf seine ganz eigene Art.
„Thank you Jesus!“ und ein Schwarz-Weiß-Foto: So meldete sich Felix Nmecha kurz nach dem Abpfiff des deutschen WM-Auftaktsiegs gegen Curaçao auf Instagram. Der gebürtige Hamburger hatte gerade Geschichte geschrieben. Mehr als 56.000 Menschen gefiel der Beitrag innerhalb weniger Stunden, Wegbegleiter und Mitspieler gratulierten in den Kommentaren – „Starboy“ schrieb Antonio Rüdiger, Ex-Fußball-Profi Sidney Friede schrieb nur: „deine WM.“
Nmecha, vor 25 Jahren in Altona zur Welt gekommen und heute Profi beim BVB, hat beim deutschen WM-Auftakt gegen Curaçao eine Hauptrolle gespielt. Bereits in der sechsten Minute zog er nach einem Doppelpass mit Florian Wirtz aus rund 16 Metern ab und traf zum 1:0. Es war das früheste deutsche WM-Tor seit Philipp Lahm beim Sommermärchen 2006 – ebenfalls in der sechsten Minute. Ein Rekord, eingestellt von einem Hamburger.
Nach frühem Tor von Nmecha lässt DFB-Elf das Spiel schleifen
Und dabei blieb es nicht. Kurz vor der Pause war es erneut Nmecha, der den entscheidenden Moment herbeiführte: Bazoer, der einst für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga gespielt hatte, brachte ihn im Strafraum zu Fall. Kai Havertz verwandelte den fälligen Elfmeter zum 3:1 (45.+5). Der Hamburger war damit an zwei der drei Tore zur Halbzeit direkt beteiligt.
Dass das Spiel zwischenzeitlich ins Stocken geriet, lag nicht an Nmecha. Nach seinem frühen Führungstor ließ die Intensität des DFB-Teams nach, Curaçao – WM-Neuling aus der Karibik und Nummer 82 der Weltrangliste – nutzte den Einbruch. Ein Fehlpass von Schlotterbeck landete bei Comenencia, der sofort abzog – Kimmichs Abfälschung ließ Neuer keine Chance: 1:1 (21.). Vor 68.021 Zuschauern im überdachten NRG Stadium in Houston war der Ausgleich perfekt.
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Bundestrainer Julian Nagelsmann sah es hinterher nüchtern: „Dann kriegen wir aus der ersten Aktion den Ausgleich. Dann musst du dich erst sammeln. Da finde ich es schon wichtig, wie die Mannschaft damit umgeht. Da musst du erst mal sieben Tore machen.“
Nmecha meldet sich furios nach Verletzungspause zurück
Die Reaktion stimmte. Schlotterbeck köpfte nach einer Ecke von Nathaniel Brown zur erneuten Führung ein (38.), ehe Nmecha den Elfmeter provozierte und Havertz auf 3:1 stellte. Nach der Pause erhöhten Musiala (47.), Brown (68.), Joker Deniz Undav (78.) und erneut Havertz (88.) auf den Endstand – 7:1, zweithöchster WM-Sieg der deutschen Geschichte.
Nach einer Verletzungspause hatte Nmecha vor diesem Turnier kaum eine Rolle gespielt. Umso lauter war seine Ansage am Abend von Houston: ein Rekordtor und ein provozierter Elfmeter.
