FC-Stürmer
Basler über El Mala: Würde „keine 30 Millionen zahlen“
19.08.2026 – 04:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Millionenpoker um Said El Mala: Ein Ex-Profi hält die geforderte Ablösesumme für völlig überzogen – dabei steht wohl längst ein neuer Interessent bereit.
Said El Mala ist erst 19 Jahre alt und hat gerade einmal eine Bundesligasaison in den Beinen – trotzdem wird um ihn ein Transferpoker in Millionenhöhe geführt, der selbst erfahrene Fußball-Experten ins Staunen versetzt. Borussia Dortmund soll sich aus dem Rennen um den Kölner Offensivspieler mittlerweile zurückgezogen haben, weil die vom 1. FC Köln verlangte Ablösesumme auch mit dem letzten Angebot der Dortmunder nicht erreicht wurde. Als neuer Interessent gilt nun RB Leipzig.
Über die Zukunft des Youngsters wird schon seit Monaten spekuliert. Ein zunächst kolportiertes Interesse des FC Brentford zerschlug sich, danach zog sich der BVB aus dem Bieterwettstreit zurück. Im Raum steht seither vor allem eine Zahl: mindestens 50 Millionen Euro soll der 1. FC Köln für seinen Ausnahmekönner aufrufen. Inzwischen soll sogar der FC Chelsea in der Domstadt angeklopft haben.
Mario Basler: Said El Mala ist „nie im Leben“ 60 Millionen Euro wert
Für Ex-Fußballstar und Szenekenner Mario Basler ist diese Summe kaum nachvollziehbar. In seinem Podcast „Basler ballert“ äußerte sich der frühere Bayern-Profi am Dienstag (18. August 2026) mit gewohnter Deutlichkeit – und zielte dabei weniger auf den Kölner Verkäufer als auf die Vereine, die bereit wären, so viel Geld zu investieren: „Ich verstehe Borussia Dortmund überhaupt nicht. Ich verstehe auch RB Leipzig nicht, wie man für den Spieler El Mala 50 oder 60 Millionen Euro ausgeben will oder muss.“
Noch deutlicher wurde Basler mit Blick auf mögliche Alternativangebote: „Ich würde nie 60 Millionen für El Mala bezahlen. Nie, nie im Leben.“ Ausschlaggebend sei für ihn vor allem, dass sich bei einem so jungen Spieler kaum abschätzen lasse, wie seine Karriere weiterverläuft: „Ich würde für diesen Spieler auch keine 30 Millionen bezahlen, weil ich einfach nicht weiß, wie er sich entwickelt.“ Mit seiner Meinung steht Basler nicht unbedingt alleine da. Auch der frühere Bundesliga-Profi Nils Petersen, schrieb in seiner Sky-Kolumne, dass der Spieler überbewertet sei.
„Da weiß man doch gar nicht, wie er mit dieser Situation umgeht“
Konkret ins Gespräch gebracht hatte der Ex-Profi damit auch das mutmaßliche BVB-Angebot, das laut Berichten die 50-Millionen-Marke nur durch mögliche Bonuszahlungen übersteigen sollte. Auch eine denkbare Offerte aus Leipzig bewegte sich in Dimensionen, die für ihn in keinem Verhältnis zur bisherigen Karriere des Kölners stehen.
Sein Hauptargument: Fehlende Erfahrung auf internationaler Bühne. „Du kannst nach einem Jahr nicht 50 oder 60 Millionen Euro bezahlen. Ich kann das nicht nachvollziehen“, so Basler weiter. „Das muss er erst einmal beweisen – vor allem dann auch mit den internationalen Spielen. Er kennt keine internationalen Spiele. Er kennt keinen Europapokal und nicht diese drei Spiele in einer Woche. Da weiß man doch gar nicht, wie er mit dieser Situation umgeht.“
Das Talent des Offensivspielers, der in seiner ersten Bundesligasaison 18 Scorerpunkte sammelte, zog Basler dabei ausdrücklich nicht in Zweifel: „Dass er ein Riesentalent ist und riesiges Potenzial hat, steht außer Frage. Darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren.“