Umfrage zeigt

Viele fühlen sich finanziell schlechter gestellt als ihre Eltern


22.08.2026 – 13:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Älterer Vater und erwachsener Sohn: Für viele ist Hilfe aus der Familie Teil der Finanzplanung. (Quelle: Jacob Wackerhausen/getty-images-bilder)

Lebensmittel, Miete, Mobilität: Viele Menschen erhalten finanzielle Hilfe aus der Familie. Einer Umfrage zufolge ist das vielen unangenehm.

Viele Menschen in Deutschland blicken skeptisch auf ihre eigene finanzielle Lage. Fast jede zweite Person glaubt, heute finanziell schlechter dazustehen als die Generation der eigenen Eltern (49,1 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Soziallotterie freiheit+ hervor. Jede vierte befragte Person sieht die eigene finanzielle Situation dagegen besser als die der Eltern.

Viele Familien helfen sich mit Geld aus

Die Untersuchung zeigt auch, wie wichtig finanzielle Unterstützung innerhalb der Familie geworden ist. Demnach unterstützen 21,2 Prozent der Befragten Angehörige finanziell. 15,8 Prozent erhalten selbst Hilfe aus der Familie. Weitere 8,1 Prozent geben an, beides zu erleben – sie unterstützen also Angehörige und bekommen zugleich selbst finanzielle Hilfe.

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Besonders häufig fließt Geld von Eltern an ihre Kinder. Von denjenigen, die Angehörige finanziell unterstützen, hilft nach Angaben der Umfrage knapp jede zweite Person dem eigenen Nachwuchs. 17,3 Prozent unterstützen ihre Eltern, 13,4 Prozent ihre Partnerin oder ihren Partner, 9,7 Prozent Geschwister und 2,9 Prozent Enkelkinder.

Die familiäre Hilfe wird dabei häufig für alltägliche Ausgaben gebraucht. 42,4 Prozent derjenigen, die Unterstützung erhalten, nutzen das Geld demnach für Lebensmittel. 29,6 Prozent finanzieren damit Miete oder Wohnkosten, 24,8 Prozent Mobilität. Auch Kleidung, Versicherungen, Schulden oder Ausgaben für Kinder und Familie werden genannt. Lesen Sie hier, wie viel Geld Sie zum Leben brauchen.

Unterstützung ist vielen unangenehm

Für viele Empfänger ist die Hilfe offenbar ein fester Bestandteil der eigenen Finanzplanung. 46,6 Prozent geben laut Umfrage an, ihren bisherigen Lebensstandard ohne finanzielle Unterstützung durch die Familie nicht halten zu können.

Zugleich ist die Abhängigkeit für viele mit Scham behaftet. 79,1 Prozent der Empfänger empfinden die Unterstützung den Angaben zufolge als belastend oder unangenehm. 39,9 Prozent sprechen mit niemandem darüber.

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Auch für die Unterstützenden selbst bleibt die Hilfe nicht folgenlos. 60,9 Prozent geben an, wegen der finanziellen Unterstützung von Angehörigen häufig oder zumindest manchmal auf eigene Wünsche oder größere Anschaffungen zu verzichten.

Finanzielle Eigenständigkeit spielt auch in Beziehungen eine Rolle

Die Umfrage fragt zudem nach der Bedeutung finanzieller Unabhängigkeit in Partnerschaften. 76 Prozent der Befragten halten finanzielle Eigenständigkeit demnach für wichtig. Mehr als jede zweite befragte Person könnte sich keine Beziehung mit jemandem vorstellen, der regelmäßig Geld von den Eltern erhält.

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