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Finanzen

Familienunternehmen will in Deutschland 1.300 Stellen streichen

wochentlich.deBy wochentlich.de8 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Familienunternehmen will in Deutschland 1.300 Stellen streichen
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Erfolgsreicher Mittelständler

Festo will rund 1.300 Stellen in Deutschland streichen

Aktualisiert am 08.05.2026 – 17:18 UhrLesedauer: 2 Min.

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Festo-Maschinentechnik auf der Messe Hannover: Die IG Metall kritisiert den geplanten Stellenabbau bei der Esslinger Firma. (Quelle: IMAGO/Rüdiger Wölk)

Die Esslinger Firma Festo beliefert die Industrie mit Spezialmaschinen. Nun muss der Mittelständler auf zahlreiche Herausforderungen gleichzeitig reagieren.

Der Automatisierungsspezialist Festo will in Deutschland rund 1.300 Stellen streichen. Tiefgreifende Veränderungen in den Märkten, zunehmender Wettbewerb aus Asien und geopolitische Krisen fordern auch Festo stark heraus, wie das Familienunternehmen aus Esslingen mitteilte. Angesichts der verschärften Marktbedingungen setze man auf ein globales Transformationsprogramm zur Steigerung von Wachstum und Effizienz.

Um den finanziellen Spielraum zu erreichen, den die Transformation erfordert, werde Festo in Deutschland seine Strukturen verschlanken, hieß es. Die Stellen sollen über verschiedene Bereiche hinweg abgebaut werden. „In den Abstimmungen sprechen das Unternehmen und der Betriebsrat darüber, wie dieser Stellenabbau möglichst verantwortungsvoll und sozialverträglich gestaltet werden kann. Details stehen noch nicht fest.“

„Wir brauchen das Transformationsprogramm jetzt, da wir noch aus einer Position der Stärke heraus agieren können“, teilte Vorstandschef Thomas Böck mit. Das Unternehmen stelle sich weltweit so auf, dass man die führende Rolle in der Automatisierungstechnik und der technischen Bildung weiter ausbauen könne. „Dazu schärfen wir Strukturen und optimieren unsere Kostenbasis verantwortungsvoll, um langfristig investitions- und handlungsfähig zu bleiben.“

Deutliche Kritik an dem geplanten Stellenabbau kam von der IG Metall. „Das hat uns und die Beschäftigten eiskalt erwischt“, sagte Funktionär Max Czipf von der Gewerkschaft in Esslingen. Das Ausmaß der geplanten Maßnahmen sei überraschend und mache große Sorgen über die Auswirkungen auf die Arbeits- und Wirtschaftsregion. Die IG Metall Esslingen halte den Schritt für falsch. „Wer in dieser wirtschaftlichen Krise Jobs abbaut, verantwortet den Schaden am Industriestandort“, warnte er.

Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen rund 20.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – genau so viele wie ein Jahr zuvor. Ungefähr 8.200 von ihnen arbeiteten in Deutschland. Die maue Wirtschaftslage hatte das Geschäft des Familienunternehmens aber belastet. Der Umsatz sank 2025 um 3,7 Prozent auf rund 3,33 Milliarden Euro. Es handelte sich um den dritten Rückgang in Folge. 2022 hatte Festo noch einen Umsatz von 3,81 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zum Gewinn äußert sich das Familienunternehmen nicht.

Festo ist spezialisiert auf Steuerungs- und Automatisierungstechnik in der Industrie. Zu den Produkten des Unternehmens gehören Geräte, die mit Druckluft arbeiten, sowie Software- und KI-Lösungen. Zum Einsatz kommen sie zum Beispiel in der Nahrungsmittel-, Auto- und Medizintechnikbranche. Festo ist außerdem in der technischen Bildung aktiv und arbeitet zunehmend an Bioreaktoren, um nachhaltige Lösungen für die Industrie zu entwickeln.

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