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Unterhaltung

Fake-Videos von Stars wie Jennifer Aniston fluten Social Media

wochentlich.deBy wochentlich.de4 November 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Prominente Stimmen bei den Midterms

Fake-Videos von Stars fluteten Social Media – ohne Erfolg?


04.11.2026 – 06:37 UhrLesedauer: 2 Min.

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Jennifer Aniston: Videos der Schauspielerin mit gefälschten Aussagen kursierten in den sozialen Medien. (Quelle: IMAGO/JIM RUYMEN)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Die Wahlen in den USA beweisen, wie die Demokraten Massen mobilisieren konnten – und das, obwohl massenhaft KI-gefälschte Clips von Promis in den sozialen Medien kursierten.

Die Midterms sind vorbei und eine „blaue Welle“ durchrollt die USA. Von Texas über Kansas bis Ohio fuhren die Demokraten Überraschungssiege ein. Auch in vielen weiteren Bundesstaaten holten sie die meisten Stimmen: Laut aktuellem Stand erobern die Demokraten sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat von den Republikanern zurück.

Zuvor verbreiteten sich Sorgen über einen massiven Anstieg an KI-generierten Videos, die die sozialen Medien fluteten. So zeigten gefälschte Clips Schauspielerinnen wie Jennifer Aniston mit Aussagen, die sie nie gemacht haben. Diese KI-generierten Videos kursierten in sozialen Netzwerken wie TikTok, X oder Instagram – und das in einem Ausmaß, das Experten laut „The Guardian“ als beispiellos bezeichneten.

„Und das zu einem super günstigen Preis“

Auch die „Deutsche Welle“ berichtete von gezielter KI-erzeugter Desinformation und schrieb am Dienstagmorgen in einem Beitrag, dass „im Internet eine Welle gefälschter Videos“ kursiere, in denen bekannte Hollywoodstars oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens „scheinbar gegen die Demokratische Partei Stellung beziehen“. Keines dieser Videos sei echt. Laut dem Bericht seien viele der Clips auf „Matryoshka“ zurückzuführen, eine mit Russland in Verbindung stehende Desinformationskampagne.

Wie einfach es geworden ist, solche Kampagnen zu starten, beschreibt Frances Haugen, frühere Dateningenieurin bei Facebook und heute Whistleblowerin im „Guardian“: „Man kann heute eine Informationskampagne in einer Qualität durchführen, die 2016 noch unmöglich war – und das zu einem super, super günstigen Preis“, sagte sie. Wer Falschinformationen streuen wolle, komme an den Regeln der Plattformen vorbei, weil man einen Beitrag jedes Mal nur leicht abwandeln müsse, sodass er die Schutzmechanismen überwinde.

Vor allem Stars und bekannte Gesichter der Hollywoodbranche werden für solche Kampagnen ausgenutzt. Bereits vor Wochen kursierte eine Kampagne unter dem Namen „Alle Demokraten sind Kriminelle“ in den sozialen Netzwerken.

Trump will Sieg der Demokraten anerkennen

Dass solche und andere Fake-Wellen ohne durchschlagenden Erfolg blieben, dürfte auch an den tatsächlichen Engagements der Prominenten gelegen haben. Denn zahlreiche Stars wie Pedro Pascal, Olivia Rodrigo, Dave Bautista, Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Bruce Springsteen, Samuel L. Jackson und viele mehr posteten auf ihren offiziellen Social-Media-Kanälen Wahlaufrufe und Appelle, sich nicht von Desinformationskampagnen in die Irre führen zu lassen.

Insgesamt 250 Millionen Wähler waren in den USA aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Zur Abstimmung standen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat. Die als Midterms bekannten Zwischenwahlen sind der wichtigste Stimmungstest zur Mitte von Donald Trumps zweiter Amtszeit. Dieser gab angesichts des sich abzeichnenden Wahlsiegs der Demokraten bekannt, das Ergebnis der Midterms anerkennen zu wollen. „Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten, und wir freuen uns schon darauf. Wir werden wahrscheinlich eine Lösung finden“, sagte er der „New York Times“.

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