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You are at:Home»Finanzen»Fahrgastverband fordert Entschuldigung nach Chaos
Finanzen

Fahrgastverband fordert Entschuldigung nach Chaos

wochentlich.deBy wochentlich.de24 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Fahrgastverband fordert Entschuldigung nach Chaos
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Zehntausende Bahnfahrer betroffen

„Frau Palla hat einen Schrotthaufen geerbt“


Aktualisiert am 24.06.2026 – 11:04 UhrLesedauer: 3 Min.

Bahn-Chefin Evelyn Palla (Archivbild): Eine bundesweite Störung der Deutschen Bahn führte am Dienstagabend zu Zugausfällen.Vergrößern des Bildes

Bahn-Chefin Evelyn Palla (Archivbild): Eine bundesweite Störung der Deutschen Bahn führte am Dienstagabend zu Zugausfällen. (Quelle: Hannes P Albert/dpa-bilder)

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Eine Großstörung im Funksystem legt die Deutsche Bahn lahm, Zehntausende Fahrgäste stranden. Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands fordert jetzt eine Entschuldigung.

Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Detlef Neuß, hat die Deutsche Bahn nach dem Chaos im Nah- und Fernverkehr am Dienstagabend scharf kritisiert – und fordert eine Entschuldigung seitens des Staatsunternehmens. „Die Kommunikation der Deutschen Bahn bei Großstörungen funktioniert einfach nicht“, sagt er t-online. „Viele Informationen, etwa über einzelne Verbindungen, müssen teils noch von Hand ins System eingepflegt werden. Das kann doch nicht wahr sein. Hier ist die Bahn einfach schlecht aufgestellt.“

Am Dienstag gab es zwar Durchsagen in Zügen, wie ein t-online-Reporter berichtet. Allerdings gab es Informationen auf der Bahn-Webseite oder in der DB-Navigator-App erst kurz vor Mitternacht. Zuvor hatten bereits zahlreiche Nachrichtenseiten über die Störung berichtet, auch t-online.

  • Newsblog zum Bahn-Stillstand: Deutsche Bahn hat Theorie zu Funkausfall

„Das Muster bei einer Störung ist immer gleich: Es verschwinden plötzlich Züge von der Anzeigetafel – ohne dass es dafür eine Erklärung gibt“, kritisiert Neuß. „Und Fahrgäste wissen nicht weiter. Bei Großstörungen bricht die Fahrgastinformation einfach zusammen.“

„Die Bahn muss sich entschuldigen“

Der Pro-Bahn-Funktionär fordert: „Die Bahn, also der Bahnvorstand, muss sich bei allen Fahrgästen für diese Großstörung entschuldigen. Der Vorstand muss erklären, wie es zu der Störung kommen konnte und warum so schlecht kommuniziert wurde. Und, was die Bahn in Zukunft anders machen möchte.“ Das erwarte er von der Bahn, um das Vertrauen wiederherzustellen, so Neuß.

Eine deutschlandweite Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R hatte bei der Deutschen Bahn (DB) am Abend einen Stillstand von rund zwei Stunden zur Folge. Die Deutsche Bahn teilte kurz nach Mitternacht mit, dass die Ursache der Störung in der Nacht identifiziert und behoben worden sei. Bahn-Chefin Evelyn Palla erklärte, die Lage sei mithilfe eines Notfallsystems stabilisiert worden.

Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder. Danach lief der Verkehr am frühen Morgen Schritt für Schritt wieder an. Neuß schätzt, dass eine Anzahl von Fahrgästen „im fünf- bis unteren sechsstelligen Bereich“ von der Großstörung betroffen gewesen sei, also rund 100.000 Reisende.

„Die Bahn muss alles tun, damit so etwas nicht passiert“

Sicherheitsbehörden gehen nach Informationen des Senders RBB nicht von Sabotage aus. Als Ursache werde ein fehlerhaftes Update der Deutschen Bahn vermutet. Von einem Software-Update berichteten Bahnmitarbeitende auch dem SWR.

Neuß sagt dazu: „Grundsätzlich kann bei einem neuen Update etwas schiefgehen. Doch bei so einem relevanten System darf so etwas eigentlich nicht passieren“, so der Verbandsfunktionär. Ein solches Update müsse entsprechend kontrolliert werden. „Das war das absolute Worst-Case-Szenario. Gerade bei der Bahn muss man viel vorsichtiger sein.“

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