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Gesundheit

Fachleute warnen vor Risiko beim Baden

wochentlich.deBy wochentlich.de7 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Fachleute warnen vor Risiko beim Baden
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„Unsichtbares“ Risiko

Warum Fachleute vor dem Baden mit Kontaktlinsen warnen


07.07.2026 – 16:44 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Frau in einem See (Symbolbild): Wer Kontaktlinsen trägt, sollte beim Schwimmen unbedingt vermeiden, dass Wasser ins Auge gelangt. (Quelle: alvarez/getty-images-bilder)

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Wer Kontaktlinsen trägt, sollte sie vor dem Baden oder Schwimmen unbedingt herausnehmen. Denn ansonsten droht eine schwere Augeninfektion.

Menschen mit einer Kurzsichtigkeit stehen beim Schwimmen vor einem Problem: Auf Sehhilfen zu verzichten und alles nur verschwommen zu sehen, kommt für viele eher nicht infrage. Dabei die Alltagsbrille zu tragen, ist jedoch keine gute Idee, da diese im Wasser schnell verloren gehen kann.

Auch Kontaktlinsen sind nicht die Lösung. Das Schwimmen in Naturgewässern kann nämlich zu einer schweren Entzündung der Hornhaut führen, fachsprachlich Keratitis genannt. Beim Tragen von Kontaktlinsen ist das Risiko hierfür deutlich erhöht.

Winzige Amöben als Auslöser

Konkret droht eine Infektion der Hornhaut mit Akanthamöben. Das sind winzige, mit bloßem Auge nicht sichtbare Lebewesen, die weltweit natürlicherweise in Badeseen und Flüssen, im Meer und im Leitungswasser vorkommen, weshalb sie auch in unmittelbarer häuslicher Umgebung von Menschen zu finden sind.

Wie der Augenarzt Prof. Gerd Geerling von der Stiftung Auge erklärt, haften die Amöben auf Kontaktlinsen gut an – besonders auf den weichen Varianten. Dann reicht schon eine winzige Verletzung der Hornhaut, verursacht etwa durch ein unter die Linse geratenes Staub- oder Sandkorn, aus, um den Amöben das Eindringen in die Hornhaut zu ermöglichen.

Mit einer daraus folgenden Entzündung ist nicht zu spaßen: Sie bringt zunehmende Augenschmerzen, eine ausgeprägte Lichtempfindlichkeit, tränende Augen, verschwommenes Sehen und ein starkes Fremdkörpergefühl mit sich.

Schreitet die Entzündung fort, kann sie zur Geschwürbildung der Hornhaut führen und auf weitere Bereiche des Auges übergreifen, wobei sich die Sehschärfe zunehmend verschlechtert.

Die Behandlung einer solchen Akanthamöben-Keratitis ist Geerling zufolge langwierig. Etwa jede sechste betroffene Person braucht eine Hornhauttransplantation.

Schwimmbrillen als Infektionsschutz

Um sich vor einer Augeninfektion mit Akanthamöben zu schützen, ist es daher ratsam, die Kontaktlinsen vor dem Schwimmen herauszunehmen. Wer nicht auf Linsen verzichten möchte, kann alternativ Tageslinsen verwenden (sofern diese auch wirklich nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden) oder zusätzlich eine Schwimmbrille aufsetzen, damit kein Wasser ins Auge gelangt. „Sie muss aber gut abschließen und konsequent getragen werden“, sagt Geerling.

Noch praktischer sind Schwimmbrillen mit Sehstärke. In vielen Fällen lassen sie sich nach dem Baukastenprinzip individuell zusammensetzen, sodass man für das linke und das rechte Auge unterschiedliche Sehstärken wählen kann.

Kontaktlinsenhygiene ist unerlässlich

Das Risiko einer Akanthamöben-Keratitis besteht allerdings auch abseits von Gewässern: Als wichtigste Infektionsquelle vermuten Fachleute schlecht gepflegte Kontaktlinsenbehälter. Daher empfiehlt es sich, den Behälter täglich sorgfältig zu reinigen und anschließend lufttrocknen zu lassen. Überdies ist es ratsam, ihn regelmäßig gegen einen neuen auszutauschen.

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