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Experten aus München geben Tipps für Frauen

wochentlich.deBy wochentlich.de8 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Experten aus München geben Tipps für Frauen
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Tipps von Experten

Nachts allein in der U-Bahn: So fühlen sich Frauen sicherer


Aktualisiert am 08.07.2026 – 18:58 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 0471525762Vergrößern des Bildes

Die U-Bahnstation „Westfriedhof“ (Symbolbild): Frauen und Mädchen fühlen sich nachts alleine oft unsicher – zwei Experten haben Tipps, um das zu ändern. (Quelle: Zoonar.com/imagoDens/imago)

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Sicherheit im öffentlichen Raum: Für Frauen und Mädchen kann das zur existenziellen Frage werden. Zwei Experten erklären, wie man sich nachts sicherer fühlen kann.

Eine Frau steigt am Odeonsplatz am späten Abend in die nahezu leere U-Bahn in München ein. Sie kommt von einem Abendessen mit Freunden, das länger dauerte, und möchte nun nach Hause fahren. Sie nimmt Platz in einem Vierersitzbereich, um sie herum ist niemand. Kurz darauf steigen zwei Betrunkene ein, setzen sich zu ihr und geben anzügliche Kommentare ab. Als sie aufsteht, um die U-Bahn zu verlassen, greift einer der Männer nach ihrem Arm.

Diese Situation ist fiktiv. Und doch ist sie vielen Frauen bekannt. Obwohl München eine der sichersten Großstädte ist, gibt es auch hier im öffentlichen Raum immer wieder Übergriffe. In der Münchner U-Bahn zählte die Polizei im vergangenen Jahr 31 Fälle sexueller Belästigung gegen Frauen und Mädchen, im Jahr davor waren es 37. Körperverletzung im Bereich der U-Bahn wurde 153 Mal registriert, 132 Mal im Vorjahr.

Umfrage: 25 Prozent junger Frauen fühlen sich unsicher

Diese Zahlen hat die Polizei auf Anfrage der Lokalredaktion von t-online aufbereitet. Sie untermauern die Wahrnehmung junger Frauen und Mädchen: Ein Viertel von ihnen fühlt sich in der U-Bahn nicht sicher.

Wie man dieses Gefühl bewältigen und sich sicherer fühlen kann, erklären zwei Experten: Kriminalhauptkommissar Ralph Kappelmeier von der Münchner Polizei und Judith Ludwig, Ex-Polizistin und Selbstverteidigungstrainerin aus München.

Kappelmeier ist seit Jahren im Dezernat 10 tätig, seine Zuständigkeit liegt im Bereich Prävention und Opferschutz. Ludwig ist als Trainerin selbstständig und bietet mit „SafeHer“ Selbstverteidigungskurse für Frauen an.

Sicher unterwegs: Was man sich vorher überlegen sollte

Wie sicher Frauen und Mädchen sich fühlen wird nicht zuletzt anhand einer wichtigen Frage entschieden: Ab wann fühle ich ich unsicher? Dafür sollte man sich bewusst machen, welche Situationen das eigene Sicherheitsgefühl beeinträchtigen können. Die ehemalige Polizistin Ludwig empfiehlt daher jeder Frau und jedem Mädchen, sich zuerst folgende Fragen zu stellen:

  • Was mache ich in der U-Bahn, wenn mir jemand zu nahe kommt?
  • Ab wann ist mir jemand zu nahe?
  • Was lösen unangenehme Anmachsprüche in mir aus?
  • Was sind meine Grenzen?

Situationen wie die oben geschilderte kämen zu jeder Tages- und Nachtzeit vor. Das eigene Sicherheitsgefühl ist außerdem sehr individuell. Es muss sich dabei nicht einmal um strafrechtlich relevantes Verhalten handeln: Oft reicht schon ein unangenehmer Anmachspruch oder unangenehmer Blick aus, dass man sich nicht mehr sicher fühlt. „Das kann zu jeder Tageszeit und an jedem Ort passieren“, fügt Kriminalhauptkommissar Kappelmeier hinzu. „Das soll nicht sein, aber es passiert.“

Selbstverteidigungskurse

Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen gibt es von vielen Trägern. Die Stadt München bietet einen solchen Kurs für Mädchen an, mehr Informationen dazu gibt es hier. Über Kursangebote informiert auch der Münchner Frauennotruf. Dort gibt es auch Kurse für ältere oder mobilitätseingeschränkte Frauen. Weitere Kursangebote gibt es bei der VHS.

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