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You are at:Home»Panorama»Experten alarmiert wegen geplanter Hinrichtung durch Stickstoff
Panorama

Experten alarmiert wegen geplanter Hinrichtung durch Stickstoff

wochentlich.deBy wochentlich.de3 Januar 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Experten alarmiert wegen geplanter Hinrichtung durch Stickstoff
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In Alabama soll ein verurteilter Auftragsmörder hingerichtet werden – mit Stickstoff. Experten der UN sind alarmiert.

UN-Menschenrechtsexperten haben sich besorgt gezeigt, angesichts einer in den USA erstmals mit Stickstoff geplanten Hinrichtung. „Wir befürchten, dass die Stickstoff-Hypoxie zu einem schmerzhaften und erniedrigenden Tod führen wird“, erklärten die vier unabhängigen UN-Experten am Mittwoch in Genf. Sie seien zudem der Meinung, dass „experimentelle Hinrichtungen durch Ersticken mit Gas wahrscheinlich gegen das Verbot der Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Strafen verstoßen würden“.

Bei der Hinrichtung durch Hypoxie wird der Tod durch Sauerstoffmangel herbeigeführt. Dies werde „der erste Versuch“ sein, eine solche Hinrichtungsmethode anzuwenden, erklärten die vier vom UN-Menschenrechtsrat in Genf beauftragten Experten für Folter und willkürliche Hinrichtungen.

Nach ihren Angaben plant der US-Bundesstaat Alabama, auf diese Weise am 25. Januar das Todesurteil gegen Kenneth Smith zu vollstrecken. Er war wegen eines Auftragsmordes im Jahr 1988 zum Tode verurteilt worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ursprünglich sollte die Hinrichtung des Mannes im November 2022 durch eine Giftspritze stattfinden – doch sie scheiterte. Mitarbeiter des Alabama Department of Corrections konnten keinen intravenösen Zugang für die tödlichen Injektionsmedikamente legen, bevor der staatliche Hinrichtungsbefehl um Mitternacht ablief.

Experten befürchten „schweres Leiden“

Smith weigerte sich daraufhin, durch eine tödliche Injektion zu sterben – und klagte gegen die Methode. Vor Gericht behauptete er Berichten zufolge, er habe bei seinem ersten Hinrichtungstermin vier Stunden auf einer Trage gelegen und sei mit Nadeln gestochen worden.

Wie die österreichische „Presse“ berichtete, warfen Smiths Anwälte den Behörden vor, „ihn bei dem Hinrichtungsversuch stundenlang gefoltert und ihn den schweren psychischen Qualen einer Scheinhinrichtung ausgesetzt“ zu haben. Mehreren US-Medien zufolge stimmte der Supreme Court Smiths Wunsch, durch Stickstoffhypoxie hingerichtet zu werden, im Mai 2023 zu.

Die UN-Experten äußerten sich derweil besorgt wegen der „schweren Leiden, welche die Hinrichtung durch Einatmen von Stickstoff verursachen könnte“. Für das Gegenteil gebe es „keine wissenschaftlichen Beweise“. Sie forderten die US-Behörden auf, Smiths Hinrichtung und jedes weiteren zum Tode Verurteilten bis zu einer Überarbeitung des Vorgehens auszusetzen.

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