Todesfall in der 3. Liga

Traditionsklub trauert um Ex-Präsident

03.05.2026 – 12:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Dieter Krein: In Cottbus prägte der Ex-Präsident eine Ära. (Quelle: imago)

Dieter Krein führte Energie Cottbus als Präsident aus dem Amateursport bis in die Bundesliga. Nun trauert der Verein um eine Persönlichkeit, die seinen Aufstieg wie keine andere geprägt hat.

Traurige Nachrichten für den FC Energie Cottbus: Ex-Präsident Dieter Krein ist am 2. Mai im Alter von 84 Jahren verstorben. Er hatte den Verein in den 1990er und frühen 2000er Jahren aus dem Amateursport bis in die Bundesliga geführt.

Im Dezember 1993 wurde Krein zum Präsidenten gewählt. Gemeinsam mit Manager Klaus Stabach holte er 1994 Trainer Eduard Geyer zum FCE – den letzten DDR-Auswahltrainer. Das Trio formte den Klub grundlegend um: Krein akquirierte Sponsoren, investierte ins Stadion und ermöglichte den Bau einer Flutlichtanlage sowie später der Osttribüne. 1997 stieg Energie in die 2. Bundesliga auf und erreichte das DFB-Pokal-Finale. Im Jahr 2000 folgte der Aufstieg in die Bundesliga – drei Spielzeiten hielt sich der Klub dort. 2006 kehrte Energie für drei weitere Jahre ins Oberhaus zurück, zu dem Zeitpunkt war Krein jedoch nicht mehr im Amt.

Seine Präsidentschaft endete 2005, als er Michael Stein als Nachfolger einsetzte. Den Verein ließ Krein dennoch nie los. Noch zuletzt war er gemeinsam mit Stabach bei Heimspielen auf der Tribüne zu erleben. Am 31. Januar 2026 feierte er den 60. Vereinsgeburtstag des FCE mit.

Krein wurde 1941 in Leipzig geboren und lebte bis zu seinem Tod in Trebendorf bei Weißwasser. Er war verheiratet, hatte zwei Kinder und zwei Enkel. Auch als Rentner blieb er sportlich aktiv. Von 2006 bis 2018 stand er als Torhüter bei den Chiefs des Eissport Weißwasser auf dem Eis. Regelmäßig schnürte er zudem die Schuhe für die Altliga-Mannschaft des FC Energie.

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