„Wir haben nichts davon gemacht“

Nach Ausbootung: Ex-F1-Pilot mit Vorwürfen gegen Red Bull


Aktualisiert am 15.08.2025 – 23:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Liam Lawson: Er wurde zu den Racing Bulls geschickt. (Quelle: IMAGO/imago-images-bilder)

Die Zeit von Liam Lawson in der Formel 1 für Red Bull war begrenzt. Nun meldet sich der Ex-Pilot des Rennstalls mit Vorwürfen.

Er hatte große Träume und wollte es mit Red Bull in der Formel 1 bis auf das Podest schaffen. Doch daraus wurde für Liam Lawson nichts. Der Neuseeländer fuhr lediglich zwei Rennen, eher er ausgetauscht wurde. Nun äußerte sich der 23-Jährige – und kritisiert den Umgang des Rennstalls mit ihm.

Lawson verglich seine Situation mit anderen Nachwuchsfahrern und stellte fest, dass Red Bull ihn offenbar nicht ausreichend auf seinen Einsatz vorbereitet habe. So sagte er „RacingNews365“: „Wenn man sich anschaut, wie andere Teams den Versuch angegangen sind, junge Fahrer hereinzubringen, und auf die Tests guckt, die Zeit im Cockpit, das Volumen, das zum Beispiel Kimi (Antonelli, Anm. d. Red.) absolviert hat, bevor er in diesem Jahr Rennen gefahren ist – wir haben nichts davon gemacht.“

Der Italiener Antonelli fährt für Mercedes und landete in Ungarn auf dem zehnten Platz. Lawson durfte für Red Bull nur in Melbourne und anschließend in Shanghai fahren. Durch seine Aussage deutet er an, dass ihm im Vorfeld entscheidende Trainings- und Testkilometer gefehlt hätten, um sich optimal auf die Königsklasse vorzubereiten.

Beide Strecken, die Lawson fuhr, kannte der damals noch neue Formel-1-Pilot nicht. Zudem betonte er, dass eines der Wochenenden ein „Sprint-Wochenende“ gewesen sei. „In China haben wir bei dem Set-up einen Schuss ins Blaue gewagt, um zu versuchen, etwas zu lernen“, sagte Lawson. Er habe es so verstanden, dass ihm diese Herangehensweise bei seiner Entwicklung helfen sollte, um ein besseres Verständnis für das Auto zu bekommen. Deshalb sei er auch zufrieden damit gewesen, diese Art von Set-up zu fahren.

Rückblickend meinte er nun: „Meine Leistung wurde dann im Grunde dazu genutzt, um mich aus dem Team zurückzustufen.“ Auf ihn folgte Yuki Tsunoda. Der Japaner liegt in der Fahrerwertung auf dem 18. Rang, hat bisher 10 Punkte eingefahren. Der von Lawson als positives Beispiel genannte Antonelli hingegen liegt auf dem siebten Platz mit 64 Zählern.

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