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Politik

Ex-Minister aus Thüringen stirbt mit 68 Jahren

wochentlich.deBy wochentlich.de15 Oktober 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Ex-Minister aus Thüringen stirbt mit 68 Jahren
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„Ein Freund ist viel zu früh gegangen“

Thüringer Ex-Minister Holger Poppenhäger ist tot

14.10.2025 – 16:50 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ex-Innenminister Holger Poppenhäger: Er starb mit 68 Jahren. (Quelle: Martin Schutt/Archiv/dpa)

Der SPD-Politiker Holger Poppenhäger war Minister in zwei Thüringer Regierungen. Nun ist der bisherige Präsident des Statistischen Landesamtes überraschend gestorben.

Der SPD-Politiker und früherer Thüringer Innen- und Justizminister Holger Poppenhäger ist tot. Er sei am Montagabend überraschend aus dem Leben gerissen worden, teilte das Innenministerium mit. Poppenhäger stand nach seinen Regierungsämtern als Präsident an der Spitze des Statistischen Landesamtes in Erfurt und war Landeswahlleiter in Thüringen. Er wurde 68 Jahre alt.

Poppenhäger habe die Landespolitik in Thüringen über Jahre mitgeprägt – als Minister, Jurist und engagierter Demokrat, so das Ministerium. „Wir verlieren mit Holger Poppenhäger einen klugen und pflichtbewussten Menschen, der sein Amt stets mit großer Verantwortung und Integrität ausgeübt hat“, erklärte der jetzige Innenminister Georg Maier (SPD), der Poppenhäger 2017 im Amt gefolgt war. Sein Wirken sei von Sachkenntnis, Loyalität und dem ehrlichen Willen, dem Land und seinen Menschen zu dienen, geprägt gewesen.

Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) würdigte Poppenhäger als eine Persönlichkeit, die über viele Jahre Verantwortung für den Freistaat getragen und ihn in zentralen Bereichen geprägt habe. Staatskanzleiminister Stefan Gruhner (CDU) sagte, Poppenhäger habe sich bleibende Verdienste um Thüringen erworben. Er habe sich vor allem für Rechtsstaat und Demokratie eingesetzt. Das Kabinett, das von der Nachricht überrascht worden sei, habe die Lebensleistung Poppenhägers in seiner Sitzung am Dienstag gewürdigt.

„Holger Poppenhäger war kein lauter Politiker, sondern ein verlässlicher und reflektierter Mensch, der Politik als verantwortungsvolles Handwerk verstand“, erklärte der Thüringer SPD-Landesverband. „Er hörte zu, bevor er entschied, und er handelte, wenn andere noch zögerten.“ Er habe als Minister stets mit Weitsicht, Integrität und einem klaren Sinn für Gerechtigkeit gehandelt.

„Mit ihm verliert Thüringen einen verdienstvollen und engagierten Politiker, der in verschiedenen Funktionen Verantwortung übernahm, egal ob auf Landes- oder kommunaler Ebene“, äußerten die Vorsitzenden der Linke-Landtagsfraktion, Katja Maurer und Ralf Plötner. Er sei über viele Jahre ein stets verlässlicher Partner gewesen, den seine ruhige, sachliche und zielorientierte Art ausgezeichnet habe, erklärte die CDU-Landtagsfraktion.

Poppenhäger wurde im hessischen Kassel geboren und war promovierter Jurist. Er gehörte als Minister zwei Thüringer Landesregierungen an. CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht ernannte ihn in der von ihr geführten CDU-SPD-Regierung 2009 zum Justizminister. In der ersten rot-rot-grünen Landesregierung von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) war er seit Ende 2014 Minister für Inneres und Kommunales. „Ein Freund und langjähriger Weggefährte ist viel zu früh gegangen“, postete Ramelow auf Facebook. „Holger Poppenhäger war ein Demokrat durch und durch. Wir haben über viele Jahre im gemeinsamen Verständnis für Thüringen zusammengearbeitet.“

Nach unglücklichem Agieren bei einer umstrittenen und letztlich gescheiterten Thüringer Gebietsreform musste er im August 2017 seinen Ministerposten räumen. Ab 2018 war er bis zu seinem Tod Präsident des Landesamtes für Statistik. Dessen Vizepräsident Knut Demmler hob die „ruhige, sachliche und stets ausgleichende Art“ Poppenhägers hervor, die wesentlich zur Stabilität und Verlässlichkeit demokratischer Prozesse beigetragen habe. Für die Beschäftigten des Landesamtes sei er ein kluger Ratgeber und warmherziger Mensch gewesen. Poppenhäger hinterlässt eine Lebensgefährtin und eine minderjährige Tochter.

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