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Ex-Kaplan der Queen wirft König Charles Verrat vor

wochentlich.deBy wochentlich.de9 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Ex-Kaplan der Queen wirft König Charles Verrat vor
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Unmut über König Charles

„Das ist in Wahrheit Verrat am Glauben“


Aktualisiert am 09.07.2026 – 07:50 UhrLesedauer: 2 Min.

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König Charles III. bei seiner Krönung mit Gattin Camilla (Archivbild): Er will den Glauben aller verteidigen. (Quelle: IMAGO/Dan Weir/imago)

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Der britische Monarch hat einen alten Titel anpassen lassen. Das wird von einem ehemaligen Geistlichen der Anglikanischen Kirche kritisiert.

Im jährlichen Rechenschaftsreport des britischen Königshauses hat eine kleine Passage zur Rolle des Glaubens und des Königs Aufsehen erregt. Die Beschreibung „Defender of the Faith“ (Verteidiger des Glaubens) wurde geändert. Stattdessen ist jetzt von einem „Protector of the space for faith within the multifaith nation“, einem „Beschützer des Raums für den Glauben in einer multireligiösen Nation“, die Rede.

In England ist der britische Monarch gleichzeitig weltliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche, der „Supreme Governor of the Church of England“ (Oberster Gouverneur der Kirche von England). Doch die jüngste Änderung in seiner Jobbeschreibung hat scharfe Kritik hervorgerufen. Besonders hart geht Gavin Ashenden mit dem König ins Gericht. Er war einst Kaplan und Vertrauter von Königin Elizabeth II., kehrte aber der Anglikanischen Kirche den Rücken und konvertierte zum katholischen Glauben. In einem Newsletter auf der Plattform Substack wirft er dem britischen Monarchen vor, vom Glauben abzuweichen.

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„Was wie eine Anpassung seiner Krönungseide erscheint, ist in Wahrheit ein Verrat an seinem Amt, an seinem christlichen Glauben und am Glauben seiner Untertanen“, zitiert das Kirchenmedium „Christian Today“ aus dem Newsletter.

„Angriff auf die Autorität Jesu“

Ashenden bezeichnete die Vorstellung, „dass es viele Götter gibt und sie alle gleichwertig sind; dass man sich für einen beliebigen von ihnen oder für jede beliebige Kombination entscheiden kann“, als einen Angriff „auf die Autorität Jesu“ sowie als „gefährlich und feindselig gegenüber Christus, seiner Lehre und seinen Anhängern“.

Kritik kommt auch vom Christian Institute, einer christlichen britischen Organisation. „Das Christentum – und nicht irgendein interreligiöser Mischmasch – ist das Fundament der Gesetze und der Kultur unserer Nation“, sagte Ciarán Kelly, Direktor des Christian Institute, dem britischen „The Guardian“. „Dieser jüngste Schritt scheint darauf abzuzielen, die Botschaft zu vermitteln, dass das Christentum nur eine Religion unter vielen ist und dass alle gleichermaßen gültig sind. Das sind sie jedoch nicht.“

König Charles III. hatte laut „Christian Today“ in den vergangenen Jahren immer wieder betont, er wolle ein Verteidiger des Glaubens in einem generellen Sinn sein, nicht nur für die Kirche von England. Doch bei seiner Krönung wählte er den alten Ausdruck, der erstmals im Jahre 1521 dem britischen König Heinrich VIII. vom katholischen Papst Leo X. verliehen wurde.

Kritiker Ashenden legte 2017 sein Amt als Kaplan der Königin nieder, um sich öffentlich und ungehindert zum Christentum äußern zu können. Kurz darauf legte er auch seine anglikanischen Weihen nieder und trat der Christian Episcopal Church bei. Im Jahr 2019 wurde Ashenden in die katholische Kirche aufgenommen.

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