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Politik

Ex-Justizsenator aus Hamburg ist tot

wochentlich.deBy wochentlich.de21 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Ex-Justizsenator aus Hamburg ist tot
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Ex-Justizsenator

Roger Kusch ist tot

Aktualisiert am 21.05.2026 – 19:24 UhrLesedauer: 2 Min.

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Roger Kusch: Er gründete den Verein Sterbehilfe Deutschland. (Quelle: Uli Deck/dpa/dpa)

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Fünf Jahre lang war Roger Kusch Justizsenator in Hamburg. Später setzte sich der CDU-Politiker für die Sterbehilfe ein. Nun wurde er tot aufgefunden.

Der frühere Hamburger Justizsenator Roger Kusch ist tot. Der 71-Jährige wurde am Donnerstag in Hamburg leblos aufgefunden. Nach Informationen mehrerer Medien deutet vieles darauf hin, dass es sich um einen Suizid handelt.

Kusch war von 2001 bis 2006 Justizsenator im Senat des damaligen Ersten Bürgermeisters Ole von Beust (CDU). Später gründete er den Verein Sterbehilfe Deutschland und prägte über Jahre die öffentliche Debatte über assistiertes Sterben in Deutschland.

Wenige Tage vor seinem Tod war Kusch als Vorsitzender des von ihm gegründeten Vereins abgewählt worden. Nach Medienberichten war es zuvor innerhalb des Vereins zu monatelangen Konflikten gekommen. Dabei soll es unter anderem um finanzielle Vorwürfe und Streit über die Führung des Vereins gegangen sein.

Kusch konzentrierte sich zuletzt auf das Thema Sterbehilfe

Der Verein Sterbehilfe würdigte Kusch am Donnerstagabend als prägende Persönlichkeit. Sein Engagement habe die Diskussion über Selbstbestimmung am Lebensende nachhaltig beeinflusst, hieß es in einer Mitteilung.

Kusch galt als eine der umstrittensten Figuren der Hamburger Landespolitik der frühen 2000er-Jahre. Während seiner Zeit als Justizsenator sorgte er wiederholt mit sicherheitspolitischen Positionen und provokanten Auftritten für Kritik. 2006 trat er nach einer Affäre um vertrauliche Unterlagen zurück. Später verließ er die CDU und gründete eine eigene Partei, die politisch jedoch erfolglos blieb.

In den vergangenen Jahren konzentrierte sich Kusch vor allem auf das Thema Sterbehilfe. Die von ihm mit angestoßene rechtliche Auseinandersetzung trug dazu bei, dass das Bundesverfassungsgericht 2020 das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe kippte.

Die Polizei bestätigte am Donnerstag den Fund eines leblosen Menschen, machte jedoch zunächst keine weiteren Angaben zur Identität oder zu den Umständen des Todes.

Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.

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