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Politik

Ex-FDP-Chef reagiert auf Kritik an Teneo-Job

wochentlich.deBy wochentlich.de25 Oktober 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Ex-FDP-Chef reagiert auf Kritik an Teneo-Job
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Wegen Interessenkonflikt

Lindner reagiert auf Kritik an neuem Job

Aktualisiert am 25.10.2025 – 16:36 UhrLesedauer: 2 Min.

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Christian Lindner (Archivbild): Der Ex-FDP-Chef hat einen neuen Job. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Christian Lindner will nach seiner Zeit als Finanzminister einen neuen Job annehmen. Das sorgte für Kritik. Nun reagiert der Ex-FDP-Chef.

Am Mittwoch hatte Teneo den Einstieg Lindners bekannt gegeben. Er soll für das Unternehmen Kunden in den USA, Deutschland und anderen EU-Ländern beraten. Der Wechsel des früheren Ministers und FDP-Chefs ruft jedoch Kritik hervor: Die Nichtregierungsorganisation Lobbycontrol warnte vor einem „handfesten Interessenkonflikt“, die Linke forderte die Bundesregierung auf, seinen Einstieg bei Teneo nicht zu genehmigen.

„Der Vorgang Commerzbank und Unicredit lief seinerzeit bekanntlich unterhalb der Ministerebene“, hieß es nun aus Lindners Umfeld gegenüber der „Rheinischen Post“. „Aber ohnehin werden weder Lobbyarbeit gegenüber der Regierung noch Transaktionen Gegenstand der Tätigkeit sein.“

Die Bundesregierung muss den Teneo-Einstieg des früheren FDP-Chefs noch genehmigen. Denn für ehemalige Regierungsmitglieder gilt in Deutschland eine Karenzzeit von zwölf Monaten zwischen dem Ausscheiden aus dem Amt und der Übernahme von Jobs in der Wirtschaft. Dadurch sollen Interessenkonflikte verhindert werden.

In Ausnahmefällen kann diese Frist auf 18 Monate verlängert werden, wenn öffentliche Interessen gefährdet sind. Während dieser Zeit muss die Bundesregierung den Wechsel in die neuen Positionen genehmigen.

Die Union signalisierte aber bereits Zustimmung zu Lindners neuem Job. Lindners Wechsel sei „genehmigungsfähig, sofern Transparenz und Karenzzeiten eingehalten werden“, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller der „Rheinischen Post“. „Politik und Wirtschaft dürfen keine Gegensätze sein – ihr Austausch kann beiden Seiten nutzen, wenn er offen und regelbasiert geschieht.“

Lindner war von Dezember 2021 bis zum Bruch der Ampelkoalition im November 2024 Finanzminister. Am Abend der Bundestagswahl im Februar kündigte er seinen Abschied aus der Politik an und baut sich nun eine neue Karriere in der Wirtschaft auf.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Lindner ab Dezember auch Start-ups in frühen und in Wachstumsphasen mit Rat und Kapital unterstützen wolle. Laut Berichten hat die Bundesregierung bereits genehmigt, dass Lindners in Hamburg ansässige Beteiligungsgesellschaft in Unternehmen investieren darf.

Lindner hatte dazu vor zwei Wochen dem Portal „Business Insider“ gesagt, er sei „einst selbst Gründer“ gewesen. „Als Politiker habe ich mich dann viele Jahre für die Stärkung des Start-up-Ökosystems eingesetzt.“ Er sei „unverändert überzeugt, dass der wirtschaftliche Erfolg unserer Gesellschaft maßgeblich von der Gründerkultur abhängt. Deshalb engagiere ich mich dafür weiter“. Lindner hatte als Jugendlicher eine Marketingagentur gegründet.

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