Nach fünf Operationen und Koma

Jörg Dahlmann gibt ein Krebs-Update


06.10.2026 – 17:37 UhrLesedauer: 2 Min.

Jörg Dahlmann: Der Kommentator ist zum vierten Mal in seinem Leben an Krebs erkrankt. (Quelle: IMAGO / Reichwein)

Im Juni wurde bei Jörg Dahlmann ein Lebertumor entdeckt. 58 Tage Krankenhaus liegen hinter ihm, nun erzählt er von seinem Weg zurück ins Leben.

Erst waren es zwei geplante Eingriffe an der Leber. Dann folgten drei weitere, dazu ein Tag im künstlichen Koma. Jörg Dahlmann hat in diesem Jahr einen Krebs überstanden, der ihn an seine Grenzen brachte. Im Gespräch mit RTL blickt der 67-Jährige nun auf diesen Leidensweg zurück.

58 Tage verbrachte der ehemalige Fußball-Kommentator im Krankenhaus. Jetzt ist er zurück auf Mallorca und zieht Bilanz. „Nach all den Monaten des Leidens genieße ich das umso mehr gerade“, erzählt Dahlmann. Seit rund zehn Tagen habe er kein Fieber mehr. „Ich bin wirklich auf dem Weg jetzt nach vorne.“

Die ersten beiden Operationen an der Leber seien noch planbar gewesen, berichtet Dahlmann. Danach aber habe die Behandlung einen unerwarteten Verlauf genommen. Bei einer Untersuchung sei ein stark vergrößerter Lymphknoten aufgefallen. Dahlmann und seine Ärzte hätten sich für einen weiteren Eingriff entschieden, bei dem sie einen eitrigen Abszess entdeckten.

Es folgte ein weiterer Rückschlag: Dahlmann bekam Blutungen im Bauch, eine erneute Operation war unausweichlich. Insgesamt musste der frühere Kommentator fünfmal unters Messer. Einmal versetzten ihn die Ärzte sogar ins künstliche Koma.

Jörg Dahlmann ist jetzt krebsfrei

Danach bildeten sich im zentralen Venenkatheter Bakterien. „Ich habe eigentlich in der Zeit, wo ich im Krankenhaus war, alles mitgenommen, was man mitnehmen kann“, sagt Dahlmann rückblickend.

Die Wochen seien auch für seine Lebensgefährtin schwer gewesen, betont Dahlmann. Sie habe kaum von seiner Seite weichen können. „Im Krankenhaus jeden Tag von morgens bis abends“, sagt Dahlmann. Dass sie Sporttherapeutin ist, helfe ihm nun beim Neustart. Sie arbeite mit ihm an Übungen, damit er Schritt für Schritt wieder zu Kräften komme.

Noch muss sich Dahlmann schonen. Doch der Krebs ist entfernt und das Gewebe pathologisch untersucht worden. Eine Chemotherapie wolle er nach Rücksprache mit seinen Ärzten nicht machen, erzählt Dahlmann. Er setzt auf Vorsorge. Dahlmann leidet unter einem erblichen Gendefekt, der zu den Krebserkrankungen geführt hat.

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