„Bei vielen Vereinen war dann die Tür zu“
Ex-DFB-Profi spricht über Eklat
08.10.2026 – 13:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit einem schwulenfeindlichen Ausspruch löste Kevin Behrens vor genau zwei Jahren einen Eklat aus. Nun blickt der ehemalige Nationalspieler auf seine Entgleisung und ihre Folgen zurück.
Ziemlich genau vor zwei Jahren, im Oktober 2024, bestimmte der damalige Bundesliga-Stürmer Kevin Behrens die Schlagzeilen. Jedoch nicht aus sportlichen Gründen. Bei einer internen Signierstunde beim VfL Wolfsburg, bei dem er seinerzeit unter Vertrag stand, hatte er sich geweigert, ein Sondertrikot für Vielfalt und Toleranz zu unterschreiben.
Dazu soll Medienberichten zufolge der Satz gefallen sein: „So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht.“ Behrens bat anschließend um Entschuldigung für seine homophobe Aussage. Eine Geldstrafe oder Suspendierung erhielt er vom Verein nicht.
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In einem Interview mit dem Schweizer Portal „blue Sport“ äußerte sich der heute 35-Jährige nun rückblickend über seine Aktion und welche Folgen diese hatte. Er gestand: „Dass es dann in Deutschland schwieriger wurde, noch einen Verein zu finden, das muss ich schon sagen. Bei vielen Vereinen war dann die Tür zu, die wollten sich nicht ein Problem dazuholen.“
Gleichzeitig räumte deer Stürmer ein: „Es war einfach eine dumme Aussage in einem internen Bereich, wo man des Öfteren – nicht nur ich, sondern auch andere – mal etwas sagt, was für die Öffentlichkeit nicht ganz so schön ist. Dafür habe ich mich entschuldigt. Dass man das nicht los wird, das ist jetzt leider so, damit muss ich leben.“
Auch in Lugano leistete sich Behrens schon einen Ausraster
Wohl auch aus Mangel an Alternativen in der Bundesliga zog es Behrens im Sommer 2025 in die Schweiz zum FC Lugano. Und auch dort machte er nicht nur mit Toren (bislang 21 in 48 Pflichtspielen) von sich Reden.
In einem Testspiel im letzten Januar leistete sich Behrens, der es im Oktober 2023 auf einen Einsatz in der deutschen Nationalmannschaft brachte, einen Ausraster auf dem Spielfeld. Bei einem Testspiel gegen Viktoria Pilsen ging er plötzlich in vollem Tempo auf Mitspieler Georgios Koutsias los und stieß diesen wutentbrannt zu Boden.
Anschließend beschimpfte er ihn als „kleine Missgeburt“, wie auf den Aufnahmen eines Livestreams zu hören war. Auch dafür entschuldigte sich Behrens hinterher, blieb aber erneut von einer Suspendierung verschont.
In dieser Saison läuft es für den gebürtigen Bremer noch nicht rund. Nach zwei Toren in den ersten drei Spielen verletzte er sich und fällt seit Ende August aus. Lugano steht derweil an der Tabellenspitze der Schweizer Super League.