„Noch nicht, was es braucht, um Titel zu gewinnen“
Löw zweifelt am DFB-Team
16.06.2026 – 14:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Ex-Bundestrainer Joachim Löw lobt die Entwicklung der Nationalmannschaft, sieht aber noch entscheidende Lücken. Was dem Team laut Löw für den WM-Titel noch fehlt.
Bei ihrem WM-Auftaktspiel hat die deutsche Nationalmannschaft mit einem 7:1 gegen Curaçao überzeugt. Ex-Bundestrainer Joachim Löw sieht das Team von Julian Nagelsmann dennoch noch nicht auf dem Niveau der ganz großen Turnierfavoriten.
In der Live-Show „Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe“ auf TikTok stellte Löw fest: „Die Mannschaft hat viel Qualität, aber noch nicht die Stabilität, die es braucht, um Titel zu gewinnen.“ Für den Titelgewinn beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA fehle dem Team zudem die nötige Führungsstärke.
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Löw sagte: „Persönlichkeiten, wie wir sie 2014 hatten. Das muss sich in dieser Mannschaft jetzt erst einmal zeigen. Joshua Kimmich allein wird nicht reichen, oder Manuel Neuer. Wir brauchen schon noch ein paar mehr. Dann sind wir vielleicht stark genug.“
Als weiteren Schlüssel nennt Löw die Fähigkeit, über 90 Minuten Dominanz zu zeigen. Daran habe es trotz großer Fortschritte bisher gefehlt. Löw: „Sie lässt häufig den Gegner ein bisschen zurückkommen. Wenn wir es hinbekommen, stabil zu sein, solche Widerstände zu überwinden und mehr Orientierung, mehr Klarheit über 90 Minuten zu zeigen, dann gehören wir zum Favoritenkreis.“
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Den 66-Jährigen stimmt die Entwicklung unter Nagelsmann aber positiv. Ihm gefalle, dass das Team innovativer, mutiger und mit besseren Abläufen in der Offensive agiere. Löw lobte: „Die Mannschaft hat seit der EM 2024 eine gute Entwicklung gemacht. Wir waren ein paar Jahre nicht auf dem allerhöchsten Niveau. Aber jetzt habe ich das Gefühl, dass wir wieder eine gute Idee haben, Dynamik, eine gewisse Kreativität. Und vor allem können wir spielerische Akzente setzen.“
Den Auftaktsieg gegen Curaçao wertet Löw als Schub für das Selbstbewusstsein – mahnt aber zur Einordnung: „Man darf sich jetzt aber nicht im siebten Himmel wähnen. Das war sicher der leichteste Gegner bei dieser WM.“
