Blindgänger in Köln
Kinderkrankenhaus evakuiert: Weltkriegsbombe entschärft
Aktualisiert am 10.07.2026 – 15:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Tagen suchen Experten im Kölner Johannes-Giesberts-Park nach möglichen Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine Bombe wird entschärft.
Bei Untersuchungen im Kölner Johannes-Giesberts-Park ist ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wurde noch am Freitag (10. Juli) entschärft, wie die Stadt Köln mitteilte. Zuvor hatten die Verantwortlichen an mehreren Tagen den Park auf mögliche Gefahrenstellen durchsucht, am Freitag wurden die finalen Verdachtspunkte überprüft.
Bei der gefundenen Bombe handelte es sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Ordnungsamt der Stadt Köln und der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMD) der Bezirksregierung Düsseldorf waren vor Ort und kümmerten sich um die Entschärfung sowie die Evakuierung.
Der Evakuierungsradius wurde auf 500 Meter festgelegt. Rund 4.300 Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.
Weltkriegsbombe in Köln: 500-Kilo-Blindgänger muss entschärft werden
Durch den Fund musste auch das angrenzende Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße komplett geräumt werden. Die Verantwortlichen hatten sich in den vergangenen Tagen bereits auf eine Evakuierung vorbereitet. Insgesamt 43 junge Patienten müssen durch die Evakuierung kurzfristig verlegt werden. Zuvor war mit der Verlegung von 60 Patienten gerechnet worden. Die Eltern seien persönlich informiert worden, teilte das Kinderkrankenhaus auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online mit.

Ebenfalls betroffen waren unter anderem eine Kita, das Schwimmbad Lentpark und der Botanische Garten bzw. die Flora. Für Betroffene war eine Anlaufstelle im Erich-Kästner-Gymnasium, Castroper Straße 7, eingerichtet.
Entschärfung heute: Verkehrschaos durch Bombenfund in Köln
Die Stadt Köln rechnete mit erheblichen Verkehrseinschränkungen durch die Entschärfung. So wurden die Hauptverkehrsstraßen Innere Kanalstraße, Amsterdamer Straße, sowie die Stammheimer Straße und der Alte Stammheimer Weg teilweise gesperrt. Auch die Zufahrt zur Zoobrücke in die rechtsrheinischen Stadtteile war zeitweise nicht erreichbar.
Auswirkungen hatte die Entschärfung auch auf den öffentlichen Nahverkehr. So kam es zu Einschränkungen auf der KVB-Stadtbahn-Linie 16, aber auch auf den Buslinien 124, 140 und 186.
Der Johannes-Giesberts-Park war in den vergangenen Tagen zeitweise vollständig gesperrt worden, um den Boden auf mögliche Bombenblindgänger zu überprüfen. Insgesamt hatten sich bei einer ersten Erkundung 150 Verdachtsmomente ergeben, diese waren vor der finalen Überprüfung am Freitag eingegrenzt worden. Zuletzt hatte die Stadt Köln an 14 Stellen noch mögliche Weltkriegsbomben vermutet.
