Auf dem Weg nach Köln

Eurowings-Maschine gerät in Sog eines Riesenjets – fünf Verletzte

01.06.2026 – 02:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Eurowings-Maschine mit der Kennung D-AEWS (Archivbild): Der Notfall trat im Luftraum über Sarajevo ein. (Quelle: IMAGO / Geisser/imago)

Eine Eurowings-Maschine gerät auf dem Weg nach Köln in die Wirbelschleppen eines Riesenjets. Warum der Abstand zu dem anderen Flieger so fatal war.

Es war eine Steigflug-Freigabe, die folgenreich endete: Eine Eurowings-Maschine vom Typ Airbus A320 ist am Samstag auf dem Weg von Rhodos nach Köln in die Wirbelschleppen eines deutlich größeren Flugzeugs geraten. Fünf Menschen wurden verletzt, eine Flugbegleiterin musste ins Krankenhaus, wie das Fachportal „The Avaiation Herald“ berichtet.

Wirbelschleppen sind starke, unsichtbare Luftwirbel, die jedes Flugzeug an den Enden seiner Tragflächen erzeugt. Sie entstehen als natürliche Folge des Auftriebs und können für nachfolgende Maschinen gefährlich werden.

Maschinen waren nur wenige Seemeilen voneinander getrennt

Der Vorfall ereignete sich demnach, als die Maschine mit dem Kennzeichen D-AEWS rund 20 Seemeilen östlich von Sarajevo unterwegs war. Die Flugsicherung soll die Freigabe zum Steigen erteilt haben, heißt es in dem Bericht.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich ein Emirates-Airbus A380-800 auf dem Weg von Dubai nach London Heathrow – rund 13 Seemeilen ostnordöstlich von Sarajevo und nur etwa 7,6 Seemeilen voraus.

Flugbegleiterin wird gegen die Kabinendecke geschleudert

Beim Steigflug geriet die A320 in Turbulenzen sowie in die Wirbelschleppen des vorausfliegenden A380. Die Besatzung brach den Steigflug ab und kehrte mit einem Sinkflug von bis zu 3.000 Fuß pro Minute zurück auf die alte Flughöhe. Vier Passagiere und eine Flugbegleiterin erlitten dabei leichte Verletzungen, wie es in dem Bericht des „Aviation Herald“ heißt – die Flugbegleiterin soll gegen die Kabinendecke geschleudert worden sein.

Die Maschine war auf dem Weg von Rhodos nach Köln. (Quelle: Screenshot/Flightradar24.com)

Die Maschine setzte den Flug fort und landete sicher in Köln. Dort warteten bereits Rettungskräfte. Die Verletzten wurden zunächst an Bord behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Der A380 landete ohne Zwischenfälle in London.

Flugdatenschreiber und Stimmrekorder der A320 wurden laut dem Bericht gesichert. Die Maschine stand demnach rund 4,5 Stunden am Boden in Köln, bevor sie mit etwa 3,5 Stunden Verspätung wieder in den Dienst zurückkehrte.

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