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EU plant neue Zölle auf Autos

wochentlich.deBy wochentlich.de24 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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EU plant neue Zölle auf Autos
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EU plant neue Zölle

Chinas Hybrid-Autos vor markanter Verteuerung


24.06.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 2 Min.

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Chinas Hybrid-Offensive: Die EU will mit neuen Zöllen die Preise für Importmodelle wie den BYD Seal U drastisch erhöhen.

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Die Europäische Kommission plant neue Sonderzölle, die viele Autos um Tausende Euro verteuern könnten. Welche Autos betroffen sind und wie Hersteller die Zölle umgehen wollen.

Im Handelsstreit mit China will die Europäische Kommission eine Lücke schließen. Nachdem chinesische Hersteller ihre Exporte von Plug-in-Hybriden nach Europa erhöht haben, bereitet Brüssel nun neue Zölle vor. Die Maßnahme soll Marktverzerrungen verhindern. Sie könnte aber auch die Preise beliebter Modelle erheblich in die Höhe treiben.

Neue Zölle als Antwort auf Chinas Hybrid-Offensive

Seit die EU Ende 2024 Strafzölle auf reine Elektroautos eingeführt hat, haben chinesische Hersteller ihre Exporte von Plug-in-Hybriden deutlich gesteigert. Derzeit unterliegen diese Fahrzeuge einem regulären Zollsatz von zehn Prozent. Um Marktverzerrungen zu verhindern, sollen die neuen Sonderzölle aktuellen Planungen zufolge bereits im Herbst in Kraft treten. Sie könnten sich an den bestehenden Aufschlägen für Elektroautos orientieren und je nach Hersteller bis zu 38 Prozent betragen.

Deutliche Preisaufschläge möglich

Die neuen Zölle könnten die Preise für Kunden deutlich erhöhen. Besonders betroffen wären Hersteller, die ihre Plug-in-Hybride vollständig aus China importieren. Die wichtigsten Beispiele:

  • BYD Seal U DM-i: Der meistverkaufte chinesische Plug-in-Hybrid in Europa. Der Allrad-SUV kostet derzeit ab 39.990 Euro. Ein Zollsatz in Höhe des bestehenden Elektroauto-Aufschlags von 27 Prozent würde den Preis um rund 6.800 Euro erhöhen.
  • MG HS: Das Modell des staatlichen SAIC-Konzerns gehört zu den ersten chinesischen Hybriden auf dem deutschen Markt. Der höchste EU-Gesamtzollsatz könnte den Einstiegspreis von 41.990 Euro um bis zu 15.000 Euro erhöhen.
  • Lynk & Co 01: Der Kompakt-SUV wird in Europa vor allem im Abo- und Sharingbetrieb genutzt. Ein Zollsatz von 18,8 Prozent würde den Einstiegspreis von 43.000 Euro auf rund 50.000 Euro erhöhen und auch die Leasing- und Abokosten verteuern.
  • Jaecoo 7 PHEV: Der SUV des Chery-Konzerns könnte künftig deutlich über 40.000 Euro kosten, wenn er mit vollem Zollsatz für Elektroautos besteuert wird.
  • GWM Wey 03: Der SUV von Great Wall Motor bietet eine elektrische Reichweite von bis zu 130 Kilometern. Ein Zollsatz von insgesamt 30,7 Prozent würde auch hier den Basispreis von 47.900 Euro deutlich erhöhen.

Möglicher Ausweg: Produktion innerhalb der EU

Fabrikneue Autos in China (Archivbild): Viele befahren nie eine öffentliche Straße.Vergrößern des Bildes
Standortpolitik durch Zölle: Hersteller wie BYD reagieren auf die Maßnahmen der EU und verlagern ihre Produktion nach Europa. (Quelle: imago stock&people)

Ein Beispiel dafür, wie Hersteller die neuen Zölle umgehen könnten, ist der bevorstehende Marktstart des BYD Dolphin G DM-i. Der Kleinwagen mit einer Reichweite von über 1.000 Kilometern soll in einem Werk in Szeged (Ungarn) produziert werden. Da Ungarn zur EU gehört, entfallen für diese Fahrzeuge die Importzölle. BYD zeigt damit, wie Hersteller auf die verschärften Handelsbedingungen reagieren: Statt höhere Kosten durch Zölle zu tragen, verlagern sie ihre Produktion direkt nach Europa.

Ein Handelsstreit wird so zur Standortpolitik.

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