Finale in Wien
ESC-Kandidatin Sarah Engels: Ungewöhnliche Entwicklung beobachtet
18.05.2026 – 15:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Kölnerin stand im Mittelpunkt des TV-Events am Wochenende: Das zeigt sich auch daran, wie die TV-Zuschauer ihren Auftritt verfolgten.
Die Kölner Sängerin Sarah Engels trat beim Eurovision Song Contest am Samstagabend als zweite Starterin auf – und genau das erklärt eine ungewöhnliche Quote-Kurve im Ersten.
Weil Engels schon in der ersten halben Stunde der Show auf der Bühne stand, erreichte die Live-Übertragung in der ARD ihren Reichweiten-Peak noch vor 21.30 Uhr. Das geht aus Daten von All Eyes on Screens (AEOS) hervor, die auf rund einer Million Vodafone-Haushalten basieren und dem Medienmagazin DWDL vorliegen.
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Viele ESC-Zuschauer hielten bis zur Siegerehrung durch
Im Vorjahr war das anders: Abor & Tynna traten deutlich später an, weshalb das Publikum 2025 länger ausharrte, bevor der Höhepunkt erreicht war. Das Muster nach dem deutschen Auftritt blieb allerdings dasselbe: Sobald Engels von der Bühne war, sank die Reichweite – bis etwa 22.45 Uhr.
Dann zog die Kurve wieder leicht an. Offenbar hielten viele Zuschauerinnen und Zuschauer bis zur Siegerehrung durch, auch wenn Deutschland mit Engels‘ konventionellem Pop-Song „Fire“ am Ende nur zwölf Punkte und Platz 23 von 25 holte – im Televoting blieb die 33-Jährige vollständig punktlos.
Am Gesamterfolg des ESC änderten die frühen Abgänge vom Sofa wenig: Durchschnittlich 8,935 Millionen Menschen verfolgten das Finale im Ersten und One. Der gemeinsame Marktanteil lag laut ARD bei 46,8 Prozent. Im Vergleich zum ESC-Finale vor einem Jahr schauten insgesamt etwas weniger Menschen zu.
Herausragend war auch die Einschaltquote in der für die Werbung relevanten Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit einem Marktanteil von insgesamt 64,5 Prozent. Vor einem Jahr schaffte das ESC-Finale in dieser Altersgruppe allerdings sogar einen Marktanteil von fast 80 Prozent und holte damals damit einen neuen Allzeitrekord bei den Einschaltquoten.
Nicht nur bei der Quote, auch auf der Bühne gab es eine Siegerin: Bulgarien mit Sängerin Dara und dem Partylied „Bangaranga“ konnte das ESC-Finale in Wien gewinnen.
