Kamera ausgefallen

Technikpanne bei ESC-Auftritt – Tschechien im Nachteil?


16.05.2026 – 23:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Daniel Zizka aus Tschechien trat mit dem Titel „Crossroads“ beim ESC an. (Quelle: Jens Büttner/dpa)

Mitten im Lied von Daniel Zizka fiel plötzlich weltweit das Bild aus. Nach dem Regelwerk hätte der Tscheche entscheiden können, ob er noch mal singen will.

Der Eurovision Song Contest ist der am meisten beachtete Musikwettbewerb weltweit und wurde in den vergangenen Jahren von jeweils rund 160 Millionen Menschen live verfolgt. 25 Länder kämpften am Samstag im großen Finale um den Sieg – und jeder Künstler wollte natürlich sein Bestes geben.

Während bei den ersten zehn Acts – darunter auch Deutschlands Sarah Engels – alles rund lief, gab es bei Daniel Zizka aus Tschechien eine technische Panne: Ausgerechnet in dem Moment, als sich der Sänger bei seinem Song „CROSSROADS“ frontal Richtung Fernsehpublikum wandte, fiel eine der Bühnenkameras aus. Das Bild war bei der Übertragung für mehrere Sekunden gestört, wirkte danach seltsam entrückt.

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Bei der Vielzahl an technischem Equipment vor Ort gab es zwar gleich ein Ersatzbild – doch der Tscheche hätte es als Nachteil für seine Chancen auf den Sieg werten können. Laut offiziellem Regelwerk der European Broadcasting Union (EBU) darf ein Land bei einer relevanten technischen Störung entscheiden, ob der Act noch einmal auftreten soll.

Tschechien verzichtet auf Wiederholung

Darüber soll es hinter den Kulissen wohl Diskussionen gegeben haben, doch geäußert wurde sich dazu offiziell nicht. Am Ende verzichtete Tschechien offensichtlich auf eine Wiederholung, denn nach den 25 Auftritten war wie geplant Schluss. Auf einen Schnelldurchlauf aller Acts wird die Punktevergabe folgen.

Für Deutschland startete Sarah Engels mit der Popnummer „Fire“ bereits als Zweite des Wettbewerbs. Die 33-Jährige zeigte einen von vielen Showelementen begleiteten, starken Auftritt. Passend zum Liedtitel schossen Feuerfontänen hoch, Engels ließ sich auf der Bühne ihr weißes Kleid vom Leib reißen und tanzte im goldenen Body weiter.

Ob das für eine gute Platzierung reicht, wird sich in der Abstimmung weisen müssen. In den Wettbüros wurde Deutschlands Beitrag kurz vor dem Finale auf einem der hinteren Plätze gesehen.

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