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You are at:Home»Panorama»Es tobt ein Inferno – doch Wladimir Putin schweigt
Panorama

Es tobt ein Inferno – doch Wladimir Putin schweigt

wochentlich.deBy wochentlich.de26 April 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Es tobt ein Inferno – doch Wladimir Putin schweigt
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In der südrussischen Stadt Tuapse vergiftet schwarzer Ölregen Luft, Wasser und Boden. Russlands Regierung schaut tatenlos zu, während Experten von massenhafter Vergiftung warnen.

„Die Stadt Tuapse gibt es nicht mehr. Sie ist zerstört. Der Boden ist vergiftet, das Wasser ist vergiftet, die Luft ist vergiftet.“ Entsetzen spricht aus den Worten des russischen Bloggers Pawel Kuchmirow. „In diesem Moment fällt dort schwarzer Regen, wie in Hiroshima. (…) Er tötet Pflanzen, Insekten, Vögel.“

In der Nacht zum 20. April ist nach einem Angriff ukrainischer Drohnen auf die Ölterminals im Hafen der Stadt ein gewaltiger Brand ausgebrochen. Seitdem herrscht in Russlands Süden Ausnahmezustand. Seit fünf Tagen gehen „ölhaltige Regenfälle“ auf Tuapse und die angrenzenden Gebiete nieder.

Das schwarze Wasser setzt sich auf Straßen, Autos, Gebäuden, Haustieren und Menschen ab. Klare Anweisungen der lokalen Behörden, wie man sich in dieser Situation schützen kann, erhalten die Bewohner nicht – lediglich den Rat, keine Fenster zu öffnen, nicht zu rauchen und „Aufenthalte im Freien zu vermeiden“. Doch Schulen und öffentliche Einrichtungen bleiben geöffnet.

Gleichzeitig überschreitet die Konzentration von Benzol, Xylol und Ruß in der Luft die zulässigen Höchstwerte um das Zwei- bis Dreifache, so die russische Verbraucherschutzbehörde. Diese sind krebserregend und können chemische Verbrennungen verursachen.

„Die Folgen der Bombardierung von Tuapse sind schlicht monströs. Das ist keine Übertreibung, keine dramatische Ausdrucksweise – das ist eine einfache Feststellung“, schreibt der russische Telegram-Nachrichtenkanal „Ria Katjuscha“. Im Grunde gleiche Tuapse gerade „Hiroshima, nur ohne Strahlung.“

„Die Raffinerie brennt weiter, die Stadt ist in Rauch gehüllt. Die Luft ist vergiftet“, heißt es weiter.

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Im Schwarzen Meer hat sich inzwischen ein riesiger Ölteppich von sieben bis zehn Quadratkilometern ausgebreitet. Er ist aus dem All sichtbar, wie Satellitenaufnahmen zeigen.

Den Daten zufolge treibt der Teppich direkt auf die Küste zu. „Das heißt, eine Ferienregion gibt es dort nicht mehr – sie ist schlicht tot“, so der Telegram-Nachrichtenkanal „Ria Katjuscha“.

Schwarzer Rauch verdunkelt seit Tagen den Himmel über Tuapse. Der Smog erreicht auch andere Kurorte am Schwarzen Meer, wie das von Wladimir Putin geliebte Sotschi.

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