Wenig Interesse bei Frauen

Erste Männer müssen schon zur Pflichtmusterung


19.09.2026 – 23:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Soldaten der Bundeswehr beim Antreten: Der Personalaufbau läuft nach Plan, sagt das Verteidigungsministerium. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Björn Trotzki/imago)

Die ersten 1.000 Männer sind von der Bundeswehr vorgeladen worden, obwohl sie kein Interesse am Wehrdienst zeigten. Erfasst werden sie laut neuem Gesetz trotzdem.

Die Bundeswehr hat mit ersten Musterungen von Männern begonnen, die bislang kein Interesse am Wehrdienst bekundet haben. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, seien bis Ende August mehr als 451.400 Fragebögen zur Wehrerfassung verschickt worden, davon rund 231.700 an Männer und rund 219.700 an Frauen sowie Menschen anderen Geschlechts. Innerhalb der Frist haben rund 96 Prozent der Männer und rund 3,5 Prozent der Frauen und Menschen anderen Geschlechts geantwortet.

Im Rahmen der Wehrerfassung wurden laut Ministerium fast 1.000 Musterungen von 18-jährigen Männern durchgeführt, die kein Interesse bekundet haben. „Wir werden diese Musterungen kontinuierlich entlang der sich stetig erweiternden Musterungskapazitäten weiter erhöhen“, so die Bundeswehr.

Eine flächendeckende Musterung aller 18-jährigen Männer beginnend mit dem Geburtsjahrgang 2008 in 24 Zentren soll 2027 beginnen, aber offenbar hat die Bundeswehr bereits früher mit ersten Musterungen begonnen. Nach der Untersuchung ihrer körperlichen und psychischen Eignung für den Dienst in der Truppe können die Männer den Wehrdienst im Anschluss trotzdem verweigern.

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Bundeswehr: Aufbau der Truppe liegt im Plan

Bis Ende August haben laut Bundeswehr außerdem rund 3.400 am Wehrdienst interessierte Menschen ein Auswahlverfahren durchlaufen. Nach erfolgreichem Assessment sind insgesamt 1.155 Bewerberinnen und Bewerber für eine Verwendung in der Bundeswehr verteilt auf alle Laufbahnen eingeplant. Die ersten 1.000 Männer sollen noch in diesem Jahr ihren Dienst beginnen, die restlichen im kommenden Jahr.

Die Bundeswehr liegt beim geplanten personellen Aufwuchs im Plan. Zum Stichtag 31. August 2026 dienten rund 186.400 aktive Soldatinnen und Soldaten bei der Truppe. Damit liege die personelle Stärke des militärischen Personals um rund 4.000 Soldatinnen und Soldaten über dem Vorjahresstichtag und weiterhin im gesetzlich festgelegten Zielkorridor für den personellen Aufwuchs für das Jahr 2026 (186.000 – 190.000).

Mit rund 17.000 Neueinstellungen gab es ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat (08/2025) sowie ein Plus von 1.600 zum Vormonat. Derzeit dienen rund 11.400 Freiwillig Wehrdienstleistende und kurzdienende Zeitsoldatinnen und -soldaten im Rahmen des Neuen Wehrdienstes in der Bundeswehr. Das sind rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

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